Bienenverzeichnis

160 Bienenarten aus der Schweiz. Nach Familien geordnet — mit Informationen zu Biologie, Lebensraum und Bedeutung im Garten.

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Andrenidae — Sandbienen

Andrenidae sind solitäre, bodennistende Bienen, die meist Sandbienen genannt werden. Die meisten Arten graben Tunnel in sandigen oder lockeren Böden und hinterlassen kleine, vulkanähnliche Erdhaufen am Eingang. Sie gehören zu den ersten Bienen im Frühjahr und sind wichtige Bestäuber von frühblühenden Bäumen und Sträuchern.

Senf-Blauschillersandbiene

Andrena agilissima

Senf-Blauschillersandbiene

Eine grosse, flinke Sandbiene (14–15 mm) mit einem auffälligen blau-metallischen Schimmer auf dem schwarzen Körper und dunkel getönten Flügeln. Sie nistet kommunal in steilen Löss- oder Sandwänden, wo mehrere Weibchen einen gemeinsamen Eingangstunnel teilen, aber eigene Brutzellen versorgen. Sie ist fast ausschliesslich auf Kreuzblütler (Brassicaceae) spezialisiert, besonders auf Ackersenf und Hederich, und wurde zur Wildbiene des Jahres 2019 gekürt. Rote Liste Schweiz: EN (stark gefährdet).

Größe: 14–15 mm Flugzeit: Mai bis Juni Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Silber-Sandbiene

Andrena argentata

Silber-Sandbiene

Eine kleine silbergraue Sandbiene (8–10 mm) mit auffallend heller, weisslich-grauer Behaarung und breiten weissen Haarbinden auf den Tergitenden. Sie nistet in lockeren, gut drainierten Sandböden, oft in kleinen Aggregationen auf Wegen und Heiden. Bivoltin mit zwei Generationen pro Jahr. In der Schweiz ist sie vom Aussterben bedroht (CR) und auf wenige Sandstandorte in Flussauen beschränkt.

Größe: 8–10 mm Flugzeit: April bis August (bivoltin) Häufigkeit: Sehr selten
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Bärtige Sandbiene

Andrena barbilabris

Bärtige Sandbiene

Eine kleine Sandbiene (11–12 mm), die in sandigen Böden nistet, oft in großen Kolonien mit Dutzenden von Nestern pro Quadratmeter. Sie ist ein wichtiger Frühjahrsbestäuber von Weiden und Obstbäumen und sammelt Pollen an einem breiten Spektrum von Frühlingsblüten. Sie hat ein silbriges Erscheinungsbild durch lange helle Haare und kann dabei beobachtet werden, wie sie mit schwimmenden Bewegungen in lockeren Sand eintaucht, um ihr Nest zu erreichen. Die Kuckucksbiene Nomada alboguttata ist ihr Brutparasit. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 11–12 mm Flugzeit: März bis Juli Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Zweifarbige Sandbiene

Andrena bicolor

Zweifarbige Sandbiene

Eine kleine, zweibrütige Sandbiene mit zwei Generationen pro Jahr (März–Mai und Juni–August). Weibchen haben einen schwarzen Kopf, rotbraune Thoraxbehaarung und eine rötlich-braune Hinterleibsspitze mit hellen Haarbinden; Männchen sind schlanker mit dunklerer Gesichtsbehaarung. Sie ist polylektisch und besucht mindestens 14 Pflanzenfamilien, nistet einzeln in offenen Bodenstellen. Der Brutparasit ist die Wespenbiene Nomada fabriciana. In ganz Europa verbreitet und in der Schweiz bis 2100 m in den Alpen häufig. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–10 mm Flugzeit: März bis August (bivoltin) Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Schwarzbeinige Rippensandbiene

Andrena bimaculata

Schwarzbeinige Rippensandbiene

Eine mittelgrosse Sandbiene (11–14 mm) mit vollständig schwarzen Hinterbeinen und zwei rötlichen Flecken auf der Unterseite des Hinterleibs. Sie nistet einzeln in sandigen Böden und ist bivoltin mit zwei Generationen pro Jahr, die ein breites Blütenspektrum vom Frühjahr bis in den Spätsommer besuchen. Die Weibchen transportieren Pollen an den Hinterbeinen und sind im Frühjahr oft an Weiden, Löwenzahn und Doldenblütlern zu sehen; die zweite Generation erscheint an spätblühenden Pflanzen wie Disteln und Brombeeren. Ihr Brutparasit ist die Kuckucksbiene Nomada succincta. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 11–14 mm Flugzeit: April bis August (bivoltin) Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Weissdorn-Sandbiene

Andrena bucephala

Weissdorn-Sandbiene

Eine mittelgrosse Sandbiene (12–13 mm) mit verlängertem schwarzem Hinterleib, feinen weissen Haarbinden und bräunlich-gelber Thoraxbehaarung. Männchen haben einen auffällig vergrösserten Kopf mit langen Mandibeln. Bemerkenswert ist ihr gemeinschaftliches Nisten: mehrere Weibchen teilen sich einen Nesteingang, während sie getrennte Brutzellen unterhalten. Sie nistet in dichten Aggregationen an sonnigen Böschungen in Kalkmagerrasen und Waldrändern und besucht meist Rosaceae und Ahorn. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 12–13 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Gesellige Sandbiene

Andrena carantonica

Gesellige Sandbiene

Eine grosse Sandbiene (12–15 mm) mit kastanienbraunen Haaren auf dem Thorax und einem dunkelbraunen, fast haarlosen Hinterleib. Bemerkenswert ist ihr gemeinschaftliches Nistverhalten: mehrere Weibchen teilen sich einen Nesteingang, während sie unterirdisch getrennte Brutzellen unterhalten. Sie ist polylektisch und sammelt Pollen an einem breiten Spektrum von Frühlingsblüten wie Weiden, Löwenzahn, Obstbäumen, Ahorn und Weissdorn. Sie ist eine der häufigsten Frühlings-Andrena-Arten Mitteleuropas und ein wichtiger Bestäuber in Obstgärten und Gärten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 12–15 mm Flugzeit: März bis Juni Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Spargel-Sandbiene

Andrena chrysopus

Spargel-Sandbiene

Eine mittelgrosse Sandbiene (9–10 mm) mit stark glänzenden Tergiten, breiten weissen Haarbinden, orangeroter Endfranse und leuchtend orangeroten Schienenbürsten. Sie ist streng oligolektisch auf Spargel (Asparagus officinalis, Asparagaceae) spezialisiert und sammelt Pollen ausschliesslich an wildwachsendem oder ungeschnittenem Kulturspargel. Männchen sind im Feld nicht von ähnlichen Andrena-Arten unterscheidbar. Sie nistet einzeln in selbstgegrabenen Gängen in schütter bewachsenen sandigen oder lösshaitigen Böden an Flussdämmen, Binnendünen, Sandgruben und Ruderalflächen. Sie ist univoltin und fliegt von Mitte Mai bis Ende Juni. In der Schweiz kommt sie an verstreuten warmen Tieflagen-Standorten mit wildem Spargel vor, besonders im Rhonetal, Tessin und an grossen Flussläufen. Rote Liste Schweiz: EN (gefährdet).

Größe: 9–10 mm Flugzeit: Mai bis Juni Häufigkeit: Selten
60% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Goldbeinige Sandbiene

Andrena chrysosceles

Goldbeinige Sandbiene

Eine kleine Sandbiene, benannt nach den auffälligen goldgelben Haaren an den Hinterschienen und -füssen. Der schwarze Hinterleib trägt schmale weisse Haarbinden, was ihr eine oberflächliche Ähnlichkeit mit Schmalbienen verleiht. Sie ist ein Generalist in Trockenwiesen, Waldrändern und Gärten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–10 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Graue Sandbiene

Andrena cineraria

Graue Sandbiene

Eine auffällige mittelgrosse Sandbiene mit einem charakteristischen schiefergrauen bis aschweissen Band quer über den Thorax, kontrastierend zum schwarzen Kopf und glänzend schwarzen Hinterleib. Sie besucht ein breites Spektrum an Frühlingsblüten und nistet in offenen Böden in Wiesen, Waldrändern und alpinen Rasen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 13–15 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Frühe Wald-Sandbiene

Andrena clarkella

Frühe Wald-Sandbiene

Eine der frühesten Bienen im Frühjahr, spezialisiert auf Weidenpollen. Die Weibchen haben auffällige orangerote Haare am Thorax. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 12–13 mm Flugzeit: März bis Mai Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Rotbeinige Körbchensandbiene

Andrena dorsata

Rotbeinige Körbchensandbiene

Eine kleine Sandbiene (8–10 mm) mit rötlich-brauner Thoraxbehaarung und breitem, glänzend schwarzem Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden. Weibchen haben auffällig rotbraune Hinterschienen und eine rotbraune Scopa. Sie ist ein polylektischer Generalist und besucht Salicaceae, Asteraceae und Rosaceae. Sie nistet einzeln in selbstgegrabenen Gängen in schütter bewachsenen oder kahlen sandigen oder lehmigen Böden, oft in kleinen Aggregationen. In wärmeren Gegenden bivoltin mit Flugzeit von April bis Juni und erneut von Juli bis August. In der Schweiz häufig und weit verbreitet vom Tiefland bis in montane Lagen in Gärten, Wiesen, Weinbergen, Feldsäumen und Ruderalflächen. Sie gilt auf der Roten Liste der Schweiz als nicht gefährdet (LC).

Größe: 8–10 mm Flugzeit: April bis August (bivoltin) Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Gemeine Sandbiene

Andrena flavipes

Gemeine Sandbiene

Eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Sandbienen Mitteleuropas, erkennbar an den leuchtend goldgelben Pollenbürsten der Hinterbeine und den breiten hellbraunen Haarbinden auf dem Hinterleib. Sie ist bivoltin mit zwei Generationen pro Jahr und nistet in grossen Aggregationen in Rasenflächen, Wegrainen und offenen Böden in Gärten und Parks. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–14 mm Flugzeit: März bis September (bivoltin) Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Zaunrüben-Sandbiene

Andrena florea

Zaunrüben-Sandbiene

Eine spezialisierte Biene, die Pollen ausschliesslich von Zaunrüben (Bryonia-Arten, Cucurbitaceae) sammelt. Weibchen haben einen schwarzen Körper mit rostbrauner Thoraxbehaarung und schmalen weissen Hinterleibsbinden, Männchen eine auffällig gelbe Gesichtszeichnung. Sie nistet einzeln im Boden in der Nähe ihrer Wirtspflanzen. Beide Geschlechter schlafen in den Blüten der Zaunrübe. Rote Liste Schweiz: NT (potenziell gefährdet).

Größe: 11–13 mm Flugzeit: Mai bis Juli Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Fuchsrote Sandbiene

Andrena fulva

Fuchsrote Sandbiene

Eine der auffälligsten Frühlingsbienen: Das Weibchen ist unverkennbar mit seiner dichten fuchsroten Behaarung auf der gesamten Oberseite von Thorax und Abdomen, kontrastierend mit schwarzem Kopf und Unterseite. Männchen sind kleiner und bräunlicher mit langen weissen Gesichtshaaren. Sie nistet in lockeren Aggregationen in kurzrasigen Rasenflächen, Blumenbeeten und offenen Böden in Gärten, Parks und Grasland und gräbt vertikale Tunnel bis 40 cm Tiefe mit einem vulkanähnlichen Erdhaufen am Eingang. Sie ist polylektisch und besucht ein breites Spektrum frühblühender Bäume und Sträucher, darunter Obstbäume, Johannisbeeren, Weiden und Weissdorn. Die Kuckucksbiene Nomada signata ist ihr spezialisierter Brutparasit. In der Schweiz gilt sie als nicht gefährdet und kommt vom Tiefland bis in montane Lagen vor. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–14 mm Flugzeit: März bis Mai Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Pippau-Sandbiene

Andrena fulvago

Pippau-Sandbiene

Eine kleine, unscheinbare Sandbiene, spezialisiert auf Korbblütler (Asteraceae), insbesondere Pippau (Crepis), Löwenzahn und Flockenblumen. Sie hat einen bräunlichen Thorax und einen schwarzen Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden und orangen Schienen. Sie ist univoltin und nistet einzeln in lückigen, sandigen Böden. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–10 mm Flugzeit: Mai bis Juli Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Heidekraut-Sandbiene

Andrena fuscipes

Heidekraut-Sandbiene

Eine spät fliegende Sandbiene (8–11 mm) mit dichter orangebrauner Thoraxbehaarung und sehr breiten, gelblich-braunen Hinterleibshaarbinden. Sie ist oligolektisch auf Heidekraut (Calluna vulgaris, Ericaceae) spezialisiert und erscheint von Ende Juli bis September zur Heideblüte. Sie nistet einzeln in sandigen Böden in Heiden und Mooren. In der Schweiz auf wenige Gebiete in Graubünden, Wallis und Tessin beschränkt. Rote Liste Schweiz: EN (gefährdet).

Größe: 8–11 mm Flugzeit: Juli bis September Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Dicke Sandbiene

Andrena gravida

Dicke Sandbiene

Eine robuste Sandbiene mit auffällig weissen Haaren im Gesicht und an den Thoraxseiten sowie breiten weissen Haarbinden auf dem Hinterleib. Sie ähnelt einer grösseren, blasseren Version der Gemeinen Sandbiene. Sie ist univoltin und nistet in kleinen Gruppen an spärlich bewachsenen Böschungen, Feldrainen und in Gärten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–14 mm Flugzeit: April bis Mai Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Rotschienige Sandbiene

Andrena haemorrhoa

Rotschienige Sandbiene

Eine häufige Frühlings-Sandbiene mit auffällig orangeroter Hinterleibsspitze. Sie besucht viele verschiedene Blüten und nistet in offenen Bodenstellen in Gärten und Wiesen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–12 mm Flugzeit: April bis Juli Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Knautien-Sandbiene

Andrena hattorfiana

Knautien-Sandbiene

Eine grosse und auffällige Sandbiene mit teilweise rotem Hinterleib und spezialisiert auf Kardengewächse (Dipsacaceae). Weibchen haben dichte bräunliche Thoraxhaare, einen schwarzen Kopf und rot gezeichnete Hinterleibssegmente. Sie nistet einzeln in flachem, lückig bewachsenem Boden, oft mit dem Eingang unter einer Pflanzenrosette versteckt. Rote Liste Schweiz: NT (potenziell gefährdet).

Größe: 14–16 mm Flugzeit: Mai bis Juli Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Wald-Sandbiene

Andrena helvola

Wald-Sandbiene

Eine mittelgrosse bis grosse Sandbiene (12–14 mm) mit schwarzem Körper und dichter gelblich-brauner Thoraxbehaarung. Der Hinterleib ist glänzend schwarz mit schmalen weissen Haarbinden. Sie ist ein polylektischer Generalist mit Vorliebe für Salicaceae, Rosaceae und Rhamnaceae. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in schütter bewachsenen sandigen oder lehmigen Böden in lichten Wäldern, Waldrändern und Hecken. Sie ist univoltin und fliegt von März bis Juni. In der Schweiz vom Tiefland bis in montane Lagen verbreitet und als nicht gefährdet (LC) eingestuft.

Größe: 12–14 mm Flugzeit: März bis Juni Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Gewöhnliche Dörnchensandbiene

Andrena humilis

Gewöhnliche Dörnchensandbiene

Eine mittelgrosse Sandbiene (10–12 mm) mit auffällig goldgelber Behaarung auf den letzten beiden Hinterleibssegmenten. Weibchen haben einen bräunlichen Thorax und dunkle Hinterschienen. Die Art ist oligolektisch auf gelbe Korbblütler spezialisiert, besonders Pippau (Crepis), Löwenzahn (Taraxacum) und Ferkelkraut (Hypochaeris). Sie nistet einzeln in offenen, festen, oft sandigen Böden an sonnigen Standorten, manchmal in kleinen Kolonien. In der Schweiz in Trockenwiesen, Ruderalflächen und Feldsäumen vom Tiefland bis in montane Lagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–12 mm Flugzeit: Mai bis Juli Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Rote Ehrenpreis-Sandbiene

Andrena labiata

Rote Ehrenpreis-Sandbiene

Eine auffällige kleine Sandbiene (7–9 mm) mit überwiegend rotem Hinterleib: Die Tergite 2 und 3 sowie ein Teil von Tergit 4 sind rot, Tergit 2 hat seitlich einen schwarzen Fleck. Der Thorax hat spärliche bräunliche Behaarung. Sie ist ein polylektischer Generalist, der Blüten aus mindestens 7 Pflanzenfamilien besucht. Sie nistet einzeln in selbstgegrabenen Gängen in lückig bewachsenen Böden in Trockenwiesen, warmen Waldrändern, Feldrainen und gelegentlich in Parks und Gärten. Sie ist univoltin und fliegt von April bis Juni. In der Schweiz ist sie verbreitet aber lokal in warmen Tieflagen und der collinen Stufe. Brutparasit ist die Wespenbiene Nomada guttulata. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Zweizellige Sandbiene

Andrena lagopus

Zweizellige Sandbiene

Eine kleine Sandbiene (8–10 mm), die unter den Andrena-Arten einzigartig ist, da sie nur zwei Cubitalzellen im Vorderflügel besitzt. Sie hat einen rot behaarten Thorax und feine weisse Haarbinden auf dem schwarzen Hinterleib. Sie nistet solitär in schütter bewachsenem Boden und bevorzugt warme Tieflagen. Sie sammelt von Ende April bis Juni hauptsächlich an Kreuzblütlern und Nelkengewächsen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–10 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Heidelbeer-Andrena

Andrena lapponica

Heidelbeer-Andrena

Eine spezialisierte Bestäuberin von Heidelbeeren und Heidekraut. Diese Sandbiene (12–13 mm) ist in sauren Böden nördlicher Regionen und alpiner Wiesen zu finden. Sie ist oligolektisch auf Ericaceae spezialisiert und sammelt Pollen ausschliesslich von Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus), Heidekraut (Calluna vulgaris) und verwandten Pflanzen. Sie nistet einzeln im Boden von Heiden, Mooren und lichtungen von Nadelwäldern, oft in kleinen Aggregationen. Ihre Flugzeit ist auf die Blütezeit ihrer Wirtspflanzen abgestimmt. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 12–13 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Gewöhnliche Zwergsandbiene

Andrena minutula

Gewöhnliche Zwergsandbiene

Eine der kleinsten Andrena-Arten der Schweiz (5–7 mm) mit schwarzem, spärlich behaartem Körper und weisslichen Pollenbürsten. Sie ist polylektisch und besucht Blüten aus mindestens 11 Pflanzenfamilien. Sie ist bivoltin mit zwei Generationen pro Jahr (April–Mai und Juni–August) und nistet einzeln in selbstgegrabenen Gängen in offenen Böschungen, Wegrainen und vegetationsarmen Bodenstellen. In der Schweiz sehr häufig und weit verbreitet in Gärten, Wiesen, Waldrändern und Ruderalflächen vom Tiefland bis in montane Lagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: April bis August (bivoltin) Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Frühe Wald-Sandbiene

Andrena mitis

Frühe Wald-Sandbiene

Eine der ersten Bienen im Frühjahr (März–April), diese mittelgrosse Sandbiene (10–12 mm) hat langes, dichtes gelblich-braunes Haar auf dem Thorax und einen glänzend schwarzen Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden. Sie ist oligolektisch auf Weidenpollen (Salix) spezialisiert und nistet einzeln in selbstgegrabenen Gängen in sandigen oder lehmigen Böden in lichten Wäldern und Waldrändern. Überwintert als adulte Biene. Rote Liste Schweiz: NT (potenziell gefährdet).

Größe: 10–12 mm Flugzeit: März bis Mai Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Dunkelgrüne Sandbiene

Andrena nigroaenea

Dunkelgrüne Sandbiene

Eine mittelgrosse Sandbiene mit schwachem metallisch bronzenem Schimmer auf dem dunklen Körper und dichter bräunlicher Thoraxbehaarung. Der Hinterleib trägt schmale weisse Haarbinden. Weibchen haben dunkle Pollenbürsten. Sie sammelt an einer Vielzahl von Frühlingsblüten und nistet in offenen Böden. In der Schweiz häufig in Gärten, Wiesen und Waldrändern. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 10-13 mm Flugzeit: März bis Juli Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Glänzende Düstersandbiene

Andrena nitida

Glänzende Düstersandbiene

Eine mittelgrosse Sandbiene mit glänzend schwarzem, fast unbehaartem Hinterleib und dichter rotbrauner Thoraxbehaarung, die mit der Zeit verblasst. Sie hat auffällige grauweise Haarflecken an den Thoraxseiten. Als Generalist ist sie häufig in Gärten und offenen Lebensräumen anzutreffen und nistet einzeln im offenen Boden. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 11–15 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Ovale Kleesandbiene

Andrena ovatula

Ovale Kleesandbiene

Eine kleine Sandbiene (8–10 mm) mit schwarzem Körper und braun behaartem Thorax. Der Hinterleib hat schmale weisse Haarbinden und die Hinterbeine haben helle Scopae. Sie ist oligolektisch auf Fabaceae spezialisiert, besonders Klee (Trifolium), Hornklee (Lotus) und Schneckenklee (Medicago). Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in kahlen oder schütter bewachsenen sandigen oder lehmigen Böden, oft in kleinen Aggregationen. In wärmeren Regionen bivoltin mit Flugzeit von April bis Juni und erneut von Juli bis September. In der Schweiz in Trockenwiesen, Feldsäumen, Ruderalflächen und Weinbergen vom Tiefland bis in montane Lagen verbreitet und lokal häufig. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–10 mm Flugzeit: April bis September (bivoltin) Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Frühe Lockensandbiene

Andrena praecox

Frühe Lockensandbiene

Eine der ersten Bienen im zeitigen Frühjahr, manchmal bereits im Februar. Der Thorax ist dicht mit leuchtend gelbbraunen Haaren bedeckt, was ihr ein fuchsartiges Aussehen verleiht. Der Hinterleib hat gelbliche Haarbinden. Sie ist streng auf Weidenpollen (Salix) spezialisiert. Männchen schwärmen an Baumstämmen. In der Schweiz vom Tiefland bis in alpine Matten verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10-11 mm Flugzeit: Februar bis April Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Frühe Doldensandbiene

Andrena proxima

Frühe Doldensandbiene

Eine mittelgrosse Sandbiene (9–11 mm) mit schütter braun behaartem Thorax und schwarzem Hinterleib mit seitlichen weissen Haarflecken, die sich in der Mitte nicht treffen. Sie ist oligolektisch auf Doldenblütler (Apiaceae) spezialisiert und sammelt an Wiesen-Kerbel, Wilder Möhre, Wiesen-Bärenklau, Giersch und anderen Doldenblütlern. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in sandigen oder lehmigen Böden, meist in kleinen Aggregationen. Sie ist univoltin und fliegt von Mai bis Juli (Männchen früher). In der Schweiz vom Tiefland bis 2000 m in den Alpen verbreitet, häufig in Wiesen, Feldrainen, Dämmen und Ruderalflächen. Brutparasit ist die Wespenbiene Nomada conjungens. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 9–11 mm Flugzeit: Mai bis Juli Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Glanzlose Zwergsandbiene

Andrena subopaca

Glanzlose Zwergsandbiene

Eine der kleinsten Andrena-Arten (5–7 mm) mit mattem, fein skulpturiertem schwarzen Körper und spärlicher weisslicher Behaarung. Sie ist ein polylektischer Generalist und besucht Blüten aus mindestens 5 Pflanzenfamilien. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in kahlen oder schütter bewachsenen Böden, oft in kleinen Aggregationen. In wärmeren Gebieten bivoltin mit Flugzeit von März bis Juni und erneut von Juli bis August. In der Schweiz sehr häufig und weit verbreitet vom Tiefland bis 1600 m in den Alpen, an Waldrändern, in Trockenwiesen, Parks und Gärten. Sie ist eine der am häufigsten anzutreffenden Sandbienen Mitteleuropas. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: März bis August (bivoltin) Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Rotbeinige Rippensandbiene

Andrena tibialis

Rotbeinige Rippensandbiene

Eine mittelgrosse Sandbiene mit orangeroten Hinterschienen und -füssen, gelbbraunem Thorax und schwarzem Hinterleib mit schmalen, spärlichen weissen Haarbinden. Sie fliegt bereits ab März, manchmal mit einer partiellen zweiten Generation im Juli. Sie nistet einzeln in lückig bewachsenen Böden in Wiesen, Waldrändern und Ruderalflächen. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 12–15 mm Flugzeit: März bis Juni Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Weidensandbiene

Andrena vaga

Weidensandbiene

Eine grosse, früh im Frühjahr fliegende Sandbiene mit einem auffällig weiss-grau behaarten Thorax und einem glänzend schwarzen, spärlich behaarten Hinterleib. Sie ist streng auf Weidenpollen (Salix) spezialisiert und nistet in riesigen Kolonien von bis zu mehreren tausend Individuen in sandigen oder lehmigen Böden, oft entlang von Flussufern. Die Männchen schwärmen dicht über dem Nistplatz. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 11–14 mm Flugzeit: März bis Mai Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Rotbauch-Sandbiene

Andrena ventralis

Rotbauch-Sandbiene

Eine auffällige Sandbiene (9–11 mm) mit schwarzem Thorax und einer leuchtend rötlich-orangen Hinterleibsspitze. Sie ist oligolektisch auf Weiden (Salix) spezialisiert und gehört zu den ersten Bienen im Frühjahr, die oft schon im März fliegen. Sie nistet solitär in sandigen oder lehmigen Böden, häufig in kleinen Aggregationen an Waldrändern und Flussufern. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–11 mm Flugzeit: März bis Mai Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Grobpunktierte Kleesandbiene

Andrena wilkella

Grobpunktierte Kleesandbiene

Eine kleine Sandbiene, spezialisiert auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae), mit schmalen weissen Haarbinden auf dem Hinterleib, die auf den ersten beiden Tergiten in der Mitte unterbrochen sind. Weibchen haben gelbliche Pollenbürsten und rötliche Hinterschienen und -füsse. In der Schweiz vom Tiefland bis in montane Lagen in Trockenwiesen, Feldsäumen und Ruderalflächen verbreitet. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 11–12 mm Flugzeit: Mai bis Juli Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Grosse Zottelbiene

Panurgus banksianus

Grosse Zottelbiene

Eine mittelgrosse Zottelbiene (10–12 mm), ganz schwarz mit spärlicher Behaarung und langen gelblichen Beinbürsten (Weibchen). Männchen haben einen grossen, eckigen Kopf. Sie ist oligolektisch auf Korbblütler (Asteraceae) spezialisiert, besonders Cichorioideae wie Bitterkraut, Habichtskräuter und Wegwarte. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen 6–14 cm tief in schütter bewachsenen oder kahlen Sandböden, oft in Aggregationen. Bemerkenswert ist die zwei Nesteingänge: ein echter und ein falscher Eingang mit Auswurfhalde zur Täuschung des Brutparasiten Nomada similis. Sie ist univoltin und fliegt von Ende Juni bis Mitte August. In der Schweiz an Waldrändern, Bergwiesen, Sandgruben und sandigen Ruderalflächen vom Tiefland bis 2000 m in den Alpen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–12 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Kleine Zottelbiene

Panurgus calcaratus

Kleine Zottelbiene

Eine kleine Zottelbiene (7–9 mm), tiefschwarz mit spärlicher Behaarung und langen gelblichen Beinbürsten (Weibchen). Männchen haben einen grossen eckigen Kopf. Sie ist oligolektisch auf Korbblütler (Asteraceae) spezialisiert, besonders gelbe Cichorioideae wie Bitterkraut, Kleines Habichtskraut und Doldiges Habichtskraut. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in schütter bewachsenen oder kahlen Böden in Sand- und Kiesgruben, trockenen Böschungen, Dämmen und Ruderalflächen. Bemerkenswert ist die kommunale Nistweise: 2–10 Weibchen teilen sich einen Nesteingang, versorgen aber eigene Brutzellen. Der Hauptgang verzweigt sich in 3–5 Seitengänge mit je einer Brutzelle. Sie ist univoltin und fliegt von Juni bis September. In der Schweiz in warmen Tieflagen und montanen Zonen bis 2440 m in den Alpen verbreitet, in Trockenwiesen, Ruderalflächen und Weinbergen. Brutparasit ist Nomada fuscicornis. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer

Megachilidae — Blattschneider- & Mauerbienen

Megachilidae sind solitäre Bienen, die für ihr einzigartiges Nistverhalten bekannt sind. Blattschneiderbienen schneiden kreisförmige Stücke aus Blättern, um ihre Nester auszukleiden, während Mauerbienen Schlamm oder Pflanzenharze verwenden. Alle transportieren Pollen an der Unterseite des Hinterleibs statt an den Beinen.

Florentiner Wollbiene

Anthidium florentinum

Florentiner Wollbiene

Eine grosse, auffällig gelb-schwarz gezeichnete Wollbiene mit dichter bräunlicher Thoraxbehaarung. Männchen sind grösser als Weibchen und besitzen drei scharfe Dornen am Hinterleibsende, die sie in heftigen Revierkämpfen einsetzen. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen und kleidet die Brutzellen mit Pflanzenwolle aus. In der Schweiz in warmen Trockenlagen des Tieflands, besonders im Wallis, Tessin und Genf. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 14–18 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Garten-Wollbiene

Anthidium manicatum

Garten-Wollbiene

Eine grosse, auffällig gezeichnete Biene mit wespenähnlich schwarz-gelbem Hinterleib, robustem Körper und dichter bräunlicher Thoraxbehaarung. Männchen (14–18 mm) sind deutlich grösser als Weibchen (11–13 mm) und besitzen drei scharfe Dornen am Hinterleibsende, die sie in heftigen Revierkämpfen zur Verteidigung bevorzugter Blütenpflanzen einsetzen. Weibchen transportieren Pollen in einer dichten Bauchbürste (Scopa). Die Art nistet in vorgefundenen Hohlräumen wie Mauerspalten, Rissen in Trockensteinmauern, verlassenen Erdlöchern oder hohlen Pflanzenstängeln. Die Brutzellen werden mit Pflanzenwolle ausgekleidet, die von stark behaarten Blättern (z. B. Wollziest, Königskerze, Quitte) abgeschabt und mit harzigen Drüsensekreten imprägniert wird. Sie sammelt vorwiegend an Schmetterlingsblütlern (Fabaceae) und Lippenblütlern (Lamiaceae) wie Ziest, Hauhechel, Herzgespann und Fingerhut. In der Schweiz ist sie in Gärten, Parks und Siedlungen oft häufig, ausserhalb besiedelter Gebiete deutlich seltener. Auf der Roten Liste der Schweiz gilt sie als nicht gefährdet (LC).

Größe: 11–13 mm (♀), 14–18 mm (♂) Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Felsspalten-Wollbiene

Anthidium oblongatum

Felsspalten-Wollbiene

Eine kleine Wollbiene, die in Gesteinsspalten, Trockenmauern und Mörtelfugen nistet. Sie ist wärmeliebend und besiedelt Trockenrasen, Felshänge, Weinberge und Ruderalflächen. Männchen patrouillieren an Blüten und verteidigen ihr Revier. In der Schweiz in warmen Tieflagen und Tälern verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–10 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Kleine Glockenblumen-Scherenbiene

Chelostoma campanularum

Kleine Glockenblumen-Scherenbiene

Eine sehr schlanke, vollständig schwarze Biene (5-7 mm) mit schmalem zylindrischem Hinterleib, angepasst an das Nisten in kleinen Käferfraßgängen in Totholz. Sie ist oligolektisch auf Glockenblumen (Campanula) spezialisiert. Männchen schlafen in Glockenblüten und halten sich mit den modifizierten Hinterleibssegmenten an den Blütenblättern fest. Sie ist univoltin und fliegt von Juni bis August. In der Schweiz in Gärten, Wiesen und Waldrändern mit reichem Glockenblumenbestand. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5-7 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Grosse Glockenblumen-Scherenbiene

Chelostoma rapunculi

Grosse Glockenblumen-Scherenbiene

Eine mittelgrosse, vollständig schwarze Biene (8-10 mm) mit schmalem zylindrischem Hinterleib. Weibchen sammeln Pollen ausschliesslich an Glockenblumen (Campanula) und transportieren ihn in der Bauchbürste. Sie nisten in vorhandenen Hohlräumen in Totholz und verwenden Lehm mit kleinen Steinchen für Zellwände und Nestverschluss. Die Typuslokalität ist Nyon, Schweiz. In der Schweiz weit verbreitet vom Tiefland bis über 2600 m in den Alpen, eine der am höchsten nistenden Bienenarten Europas. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8-10 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Unbewehrte Kegelbiene

Coelioxys inermis

Unbewehrte Kegelbiene

Eine Kuckucksbiene, die ihre Eier in Nester von Blattschneiderbienen (Megachile) legt. Sie hat einen charakteristisch zugespitzten Hinterleib (Weibchen) mit genarbter statt polierter Ventralseite. Der Körper ist schwarz mit spärlichen weissen Haarbinden auf dem Hinterleib und mässig punktiertem Scutum. Sie besitzt keine Pollensammel-Einrichtungen. In der Schweiz von verstreuten Fundorten nachgewiesen, darunter Schaffhausen, Gebiet des Neuenburgersees und die Alpen bis ins südliche Tessin. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8-11 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Gewöhnliche Löcherbiene

Heriades truncorum

Gewöhnliche Löcherbiene

Eine sehr kleine, vollständig schwarze Harzbiene mit auffällig breitem Kopf und dichten weissen Haarbinden auf dem Hinterleib. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen in Totholz, hohlen Stängeln und Wildbienenhotels und verschliesst die Zellen mit Pflanzenharz. In Schweizer Gärten und an Waldrändern häufig. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Natternkopf-Mauerbiene

Hoplitis adunca

Natternkopf-Mauerbiene

Eine mittelgrosse Mauerbiene (8–13 mm) mit schwarzem Körper, weisser Bauchbürste und schmalen weissen Haarbinden. Männchen sind frisch dicht rostrot behaart, später verblassend. Sie ist streng oligolektisch auf Natternkopf (Echium, Boraginaceae) spezialisiert und sammelt den charakteristischen graublauen Pollen ausschliesslich an diesen Pflanzen. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen wie Käfergängen in Totholz, hohlen Stängeln und Nisthilfen und verschliesst die Zellen mit hartem Lehm-Sand-Mörtel. In der Schweiz in warmen Trockenstandorten mit Echium-Beständen, bis 2100 m in den Alpen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–13 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Kleine Blattschneiderbiene

Megachile alpicola

Kleine Blattschneiderbiene

Eine sehr kleine Blattschneiderbiene (7–10 mm), eine der kleinsten Megachile-Arten. Weibchen haben einen schwarzen Körper mit weissen Hinterleibshaarbinden und transportieren Pollen in der Bauchbürste. Sie nistet in vorhandenen Käferlöchern in Totholz und hohlen Pflanzenstängeln und kleidet die Zellen mit Blattstücken aus. In der Schweiz bis 2600 m in den Alpen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 7–10 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Rosen-Blattschneiderbiene

Megachile centuncularis

Rosen-Blattschneiderbiene

Eine mittelgrosse Blattschneiderbiene (9–12 mm) mit schwarzem Körper, dichter gelbbrauner Thoraxbehaarung und oranger Bauchbürste der Weibchen. Sie schneidet kreisförmige Stücke aus Rosen-, Birken- und anderen Blättern für ihre Nester. In der Schweiz in Gärten, Parks und Siedlungen vom Tiefland bis in montane Lagen verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–12 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Heidekraut-Blattschneiderbiene

Megachile ericetorum

Heidekraut-Blattschneiderbiene

Eine mittelgrosse Blattschneiderbiene (10–12 mm) mit schwarzem Körper, brauner Thoraxbehaarung, weisser Bauchbürste und schmalen weissen Hinterleibsbinden. Sie ist auf Schmetterlingsblütler spezialisiert. Nistet in selbstgegrabenen Gängen in Sand- oder Lehmböden. In der Schweiz in Trockenwiesen warmer Tieflagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–12 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Holz-Blattschneiderbiene

Megachile ligniseca

Holz-Blattschneiderbiene

Eine grosse Blattschneiderbiene (12–14 mm) mit schwarzem Körper, dichter brauner Thoraxbehaarung und hellbrauner Bauchbürste (die letzten zwei Segmente schwarz). Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen in Totholz, Zaunpfählen und Nisthilfen und kleidet die Brutzellen mit Blattstücken aus. Sie ist univoltin und besucht Disteln, Brombeeren und Drüsiges Springkraut. In der Schweiz in Wäldern, Gebüschen, Gärten und auf Industriebrachen vom Tiefland bis in montane Lagen. Rote Liste Schweiz: NT (potenziell gefährdet).

Größe: 12–14 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Dünen-Blattschneiderbiene

Megachile maritima

Dünen-Blattschneiderbiene

Eine grosse Blattschneiderbiene (14–15 mm) mit gelbbraun behaartem Thorax, den ersten beiden gelbbraunen Tergiten und schwarz behaarten Tergiten 3–6. Weibchen haben eine dreifarbige Bauchbürste: vorne weiss, Mitte rot, Ende schwarz. Männchen haben stark verbreiterte weissliche Vordertarsen. Sie ist ein polylektischer Generalist und besucht Asteraceae, Fabaceae und andere Familien. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in Sandböden, oft zwischen Graswurzeln, mit nur 1–2 Brutzellen aus Blattstücken. Sie ist univoltin und fliegt von Juni bis August/September. In der Schweiz selten und als gefährdet eingestuft, nur in Sandlebensräumen wie Binnendünen, Sandgruben und sandigen Ruderalflächen warmer Tieflagen. Brutparasit ist Coelioxys conoidea.

Größe: 14–15 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Schwarzbauch-Blattschneiderbiene

Megachile nigriventris

Schwarzbauch-Blattschneiderbiene

Eine mittelgrosse Blattschneiderbiene (10–12 mm) mit schwarzer Bauchbürste (Scopa), was sie von vielen anderen Megachile-Arten unterscheidet. Sie nistet in Totholz und gräbt Gänge in morschem Holz oder nutzt vorhandene Käferlöcher. Sie kleidet ihre Brutzellen mit ausgeschnittenen Blattstücken aus. Sie ist polylektisch und fliegt von Juni bis August in Wäldern, Waldrändern und Obstgärten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–12 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Schwarze Mörtelbiene

Megachile parietina

Schwarze Mörtelbiene

Eine robuste schwarze Blattschneiderbiene (11–13 mm) mit dunklen rauchigen Flügeln und dichtem samtig schwarzem Haar. Anders als die meisten Megachile-Arten baut sie freiliegende Lehmnester an sonnigen Steinmauern und Felsen. Weibchen sind tiefschwarz; Männchen haben bräunlich-graue Haare. Sie ist polylektisch mit Vorliebe für Schmetterlingsblütler und Lavendel. In der Schweiz in warmen Tieflagen an Südhängen und Trockenmauern. Rote Liste Schweiz: VU (verletzlich).

Größe: 11–13 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Haarzahn-Blattschneiderbiene

Megachile pilidens

Haarzahn-Blattschneiderbiene

Eine mittelgrosse Blattschneiderbiene (9–11 mm), die in vorgefundenen Hohlräumen unter Steinen, in Felsspalten und Trockenmauern nistet. Sie schneidet kreisförmige Stücke aus Blättern, um ihre Brutzellen zu bauen. Sie bevorzugt Schmetterlingsblütler (Fabaceae), ist aber polylektisch. In der Schweiz kommt sie hauptsächlich im warmen Wallis vor und fliegt von Juni bis August in Trockenwiesen, Weinbergen und Kiesgruben. Rote Liste Schweiz: VU (verletzlich).

Größe: 9–11 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Luzerne-Blattschneiderbiene

Megachile rotundata

Luzerne-Blattschneiderbiene

Die kleinste Blattschneiderbiene der Schweiz (6–9 mm), dunkelgrau mit weissen Hinterleibshaarbinden und weisser Bauchbürste der Weibchen. Sie ist die wirtschaftlich bedeutendste Blattschneiderbiene weltweit und wird kommerziell zur Luzernebestäubung eingesetzt. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen und kleidet die Zellen mit ovalen Blattstücken aus. In der Schweiz eingebürgert in landwirtschaftlichen Gebieten, Gärten und Parks warmer Tieflagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–9 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Asiatische Mörtelbiene

Megachile sculpturalis

Asiatische Mörtelbiene

Die grösste Megachilidae Europas mit einer Körperlänge von 19–25 mm. Sie hat einen glänzend schwarzen Hinterleib, dichte gelbbraune Thoraxbehaarung und kräftige vierzähnige Mandibeln. Ursprünglich aus Ostasien stammend, hat sie sich nach Europa ausgebreitet und kommt in der Schweiz in urbanen Gebieten von Genf, Zürich, Tessin und Wallis vor. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen und verschliesst die Zellen mit Harz. Rote Liste Schweiz: NE (nicht beurteilt).

Größe: 19-25 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Selten
80% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Bunte Blattschneiderbiene

Megachile versicolor

Bunte Blattschneiderbiene

Eine mittelgrosse Blattschneiderbiene (10–12 mm) mit schwarzem Körper, dichter brauner Thoraxbehaarung und weisser, bräunlich getönter Bauchbürste. Weibchen haben auffällig hellbraune Fussglieder. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen in Totholz, hohlen Stängeln und Zaunpfählen und kleidet die Brutzellen mit ovalen Blattstücken aus. Sie ist polylektisch und besucht Asteraceae und Fabaceae. In der Schweiz in Gärten, Waldrändern, Ruderalflächen und Weinbergen vom Tiefland bis in montane Lagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–12 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Garten-Blattschneiderbiene

Megachile willughbiella

Garten-Blattschneiderbiene

Eine häufige mittelgrosse Blattschneiderbiene (11–13 mm) mit schwarzem Körper, dichter brauner Thoraxbehaarung und hell oranger Bauchbürste. Sie nistet entweder in selbstgegrabenen Gängen im Boden oder in Hohlräumen in Holz. Sie bevorzugt Glockenblumengewächse zusätzlich zu Korbblütlern und Schmetterlingsblütlern. In der Schweiz verbreitet in Gärten, Parks, Waldrändern und Brachen vom Tiefland bis in montane Lagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 11–13 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Goldene Schneckenhausbiene

Osmia aurulenta

Goldene Schneckenhausbiene

Eine auffällige Mauerbiene mit leuchtend golden-rotem Haarkleid auf dem Thorax und schwarzem Hinterleib mit spärlichen goldenen Haarfransen. Sie ist bekannt dafür, in leeren Schneckenhäusern zu nisten und die Öffnung mit zerkauter Blattmasse zu verschliessen. Sie besiedelt trockene, sonnige Lebensräume wie Kalkmagerrasen, Trockenwiesen und Felshänge. In der Schweiz in warmen Tälern und im Jura. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10-14 mm Flugzeit: April bis Juli Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Zweifarbige Schneckenhausbiene

Osmia bicolor

Zweifarbige Schneckenhausbiene

Eine auffällige Mauerbiene (9–12 mm) mit schwarzem Kopf und Thorax und leuchtend orangerot behaartem Hinterleib. Sie ist bekannt dafür, in leeren Schneckenhäusern zu nisten und diese mit Kiefernnadeln oder Grashalmen zu tarnen. Sie gehört zu den frühesten Bienen im Frühjahr mit Flugzeit von April bis Juli. In der Schweiz an trockenen, sonnigen Standorten wie Kalkmagerrasen, Felshängen und warmen Waldrändern, vom Tiefland bis in montane Lagen verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–12 mm Flugzeit: April bis Juli Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Rostrote Mauerbiene

Osmia bicornis

Rostrote Mauerbiene

Eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Solitärbienen Europas. Die Rostrote Mauerbiene wurde zum Insekt des Jahres 2019 für Deutschland, Österreich und die Schweiz gekürt. Weibchen (10–12 mm) haben einen robusten schwarzen Körper mit metallisch blaugrünem Schimmer, eine graubraune Thoraxbehaarung und einen orangerot behaarten Hinterleib. Männchen sind ähnlich, aber kleiner mit längeren Fühlern und gelblich-weissen Gesichtshaaren. Beide Geschlechter haben zwei charakteristische, nach innen gebogene Hörnchen am Clypeus. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen von erstaunlicher Flexibilität: in Totholz, hohlen Stängeln, alten Mauern, weichen Mörtelfugen, Wildbienenhotels, sogar in Türschlössern und Gardinenschienen. Zellwände und Nestverschluss werden aus feuchtem Lehm gebaut. Sie ist breit polylektisch und besucht Blüten aus 19 Pflanzenfamilien, was sie zu einer wertvollen Obstbaumbestäuberin macht, besonders für Mandeln und Kirschen. In der Schweiz sehr häufig in Gärten, Parks und Siedlungen des Tieflands und der montanen Lagen; auf der Roten Liste als nicht gefährdet eingestuft.

Größe: 8–12 mm Flugzeit: März bis Juni Häufigkeit: Sehr häufig
80% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Blaue Mauerbiene

Osmia caerulescens

Blaue Mauerbiene

Eine kleine Mauerbiene (8–10 mm) mit metallisch blauschwarzem Körper, überdurchschnittlich grossem Kopf und schwarzer Bauchbürste der Weibchen. Männchen sind metallisch grün mit rötlich-braunen Haaren. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen in Totholz, Mauern und Wildbienenhotels. In der Schweiz bivoltin mit Flugzeit von April bis Juli und erneut im August. Häufig in Gärten, Parks und Waldrändern des Tieflands. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–10 mm Flugzeit: April bis August (bivoltin) Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Gehörnte Mauerbiene

Osmia cornuta

Gehörnte Mauerbiene

Eine grosse, frühfliegende Mauerbiene (10–15 mm) mit schwarzem Kopf und Thorax, rostrot behaartem Hinterleib und zwei kleinen hornartigen Fortsätzen am Clypeus der Weibchen. Sie ist eine der ersten Bienen im Spätwinter (Februar–März) und eine hocheffiziente Bestäuberin von Stein- und Kernobstbäumen. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen und verschliesst die Zellen mit Lehm. In der Schweiz verbreitet in Siedlungen und warmen Tieflagen, fehlt aber am Alpenhauptkamm. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–15 mm Flugzeit: März bis Mai Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Orangebauchige Mauerbiene

Osmia leaiana

Orangebauchige Mauerbiene

Eine kleine Mauerbiene (7–9 mm) mit schwarzem Körper und leuchtend oranger Bauchbürste. Weibchen haben dichte braune Thoraxbehaarung; Männchen sind metallisch grün mit rotbraunen Haaren. Sie ist oligolektisch auf Korbblütler spezialisiert, besonders Disteln und Flockenblumen. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen in Totholz, Zaunpfählen und Wildbienenhotels. In der Schweiz verbreitet in Gärten, Wiesen und Waldrändern, mit Flugzeit von Mai bis August. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Rothaarige Schneckenhausbiene

Osmia rufohirta

Rothaarige Schneckenhausbiene

Eine kleine Mauerbiene (8–9 mm) mit auffällig fuchsroter Thoraxbehaarung und kompaktem Körper. Sie ist ein polylektischer Generalist mit Vorliebe für Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Berühmt ist sie für ihr einzigartiges Nistverhalten: Sie baut ihr Nest in leeren Schneckenhäusern, besonders von Helicella-Arten. Das Weibchen legt pro Schneckenhaus nur eine Brutzelle an, verschliesst diese mit zerkauter Blattmasse und kleinen Steinchen und versteckt das Gehäuse oft unter Vegetation. Sie ist univoltin und fliegt von Mai bis Juli. In der Schweiz in trockenen, warmen, kalkhaltigen Lebensräumen wie Trockenwiesen, Felshängen, alten Weinbergen und Ruderalflächen des Tieflands und Juras. Auf der Roten Liste der Schweiz als gefährdet eingestuft.

Größe: 8–9 mm Flugzeit: Mai bis Juli Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Bedornte Mauerbiene

Osmia spinulosa

Bedornte Mauerbiene

Die kleinste Osmia-Art der Schweiz (5–7 mm) mit schwarzem Körper, weisser Bauchbürste und auffälligen Dornen an den Seiten des Scutellums der Weibchen. Sie ist oligolektisch auf Korbblütler spezialisiert, besonders Disteln und Flockenblumen. Sie nistet in vorhandenen Hohlräumen in Totholz, hohlen Stängeln und Schneckenhäusern. In der Schweiz an trockenen, warmen Standorten wie Kalkmagerrasen, Trockenwiesen und Felshängen vom Tiefland bis in montane Lagen. Rote Liste Schweiz: VU (verletzlich).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Punktierte Düsterbiene

Stelis punctulatissima

Punktierte Düsterbiene

Eine mittelgrosse Kuckucksbiene (8–11 mm) mit schwarzem Körper und charakteristischen hell durchscheinenden Hinterrändern auf den Tergiten 1–4. Sie besitzt keine Pollensammelbürste. Ihre Eier legt sie in die Nester von Anthidium manicatum sowie verschiedenen Osmia- und Megachile-Arten. In der Schweiz in Gärten, Trockenwiesen und warmen Waldrändern vom Tiefland bis in montane Lagen; auf der Roten Liste als nicht gefährdet eingestuft. Univotlin mit Flugzeit von Mitte Juni bis Ende August.

Größe: 8–11 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Selten
80% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer

Apidae — Honig- & Hummelbienen

Apidae ist eine vielfältige Familie, die Honigbienen, Hummeln und Kuckucksbienen umfasst. Während Honigbienen in großen, mehrjährigen Völkern leben, bilden Hummeln kleinere, einjährige Nester und sind hervorragende Vibrationssammler. Viele Arten sind sozial mit einer Königin und Arbeiterinnen.

Wald-Pelzbiene

Anthophora furcata

Wald-Pelzbiene

Eine mittelgrosse Pelzbiene (12–14 mm), die unter den mitteleuropäischen Anthophora-Arten einzigartig ist, da sie in Totholz statt im Boden nistet. Das Weibchen hat bräunliche Thoraxbehaarung und einen schwarzen Hinterleib mit weisser Endbürste. Sie zeigt eine starke Vorliebe für Lippenblütler (Lamiaceae), besonders Ziest-Arten, und fliegt von Mai bis September in Wäldern, Waldrändern und Obstgärten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 12–14 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Frühlings-Pelzbiene

Anthophora plumipes

Frühlings-Pelzbiene

Eine der grössten Solitärbienen der Schweiz (14–15 mm) und die früheste Anthophora im Frühjahr. Ihr lautes, brummendes Fliegen um Lungenkraut, Primeln und Blaukissen im März–April ist ein unverkennbares Frühlingszeichen. Männchen sind unverwechselbar mit leuchtend gelbem Gesicht und extrem langen Haarfransen an den Mitteltarsen (die namensgebenden «Pelzfüsse»). Weibchen variieren von dunkel graubraun bis ganz schwarz, haben aber stets eine rot-orange Pollenbürste (Scopa) an den Hinterschienen und eine bis zu 21 mm lange Zunge zum Erreichen des Nektars in tiefen Blüten. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in steilen Löss- und Lehmwänden, Trockenmauern und alten mörtelverfugten Gebäuden, oft in grossen Kolonien von 150–300 Nestern. Sie ist polylektisch mit Vorlieben für Boraginaceae, Lamiaceae und Primulaceae. Ihr spezialisierter Brutparasit ist Melecta albifrons (Gemeine Trauerbiene, ebenfalls in dieser Sammlung). In der Schweiz ist sie die häufigste Anthophora-Art, weit verbreitet von Gärten und Parks im Tiefland bis 1350 m. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 14–15 mm Flugzeit: März bis Juni Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Vierfleck-Pelzbiene

Anthophora quadrimaculata

Vierfleck-Pelzbiene

Eine mittelgrosse Pelzbiene (11–12 mm) mit einfarbig braun behaartem Hinterleib (ohne Binden), braunem Thorax und auffällig grünlichen Augen. Sie ist ein polylektischer Generalist mit Vorliebe für Lippenblütler (Lamiaceae). Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in steilen Lehm- oder Sandböschungen, Lösswänden und Mörtelfugen alter Mauern, oft in kleinen Kolonien. Sie ist univoltin und fliegt von Mai bis September. In der Schweiz mässig häufig in warmen Tieflagen, Sand- und Lehmgruben, Steinbrüchen, Trockenmauern, Weinbergen, Parks und Gärten. Auf der Roten Liste der Schweiz als potenziell gefährdet eingestuft. Brutparasiten sind Thyreus orbatus und Coelioxys rufescens. Rote Liste Schweiz: NT (potenziell gefährdet).

Größe: 11–12 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Westliche Honigbiene

Apis mellifera

Westliche Honigbiene

Die Westliche Honigbiene ist die einzige hoch-eusoziale Biene Mitteleuropas mit mehrjährigen Völkern aus einer Königin, bis zu 80'000 Arbeiterinnen und saisonalen Drohnen. Sie nistet in Hohlräumen wie Baumhöhlen und Felsspalten und baut senkrechte Wachswaben. In der Schweiz weit verbreitet in der Imkerei und verwildert in Wäldern und Gebäuden vorkommend. Als Generalist ist sie von immenser landwirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung. Rote Liste Schweiz: NE (nicht beurteilt).

Größe: 11–15 mm Flugzeit: März bis Oktober Häufigkeit: Sehr häufig
80% vollständig · Bestimmung: Einfach
Gürtelhummel

Bombus balteatus

Gürtelhummel

Eine hochalpine Hummel mit charakteristischem goldgelbem Band über den Thorax und weisser Hinterleibsspitze, oberhalb der Baumgrenze in den Alpen verbreitet. Sie hat eine zirkumpolare arktisch-alpine Verbreitung. In der Schweiz in alpinen Matten und Geröllhalden von etwa 1800 m bis über 3000 m, sammelt an verschiedenen alpinen Blüten. Nistet in verlassenen Nagerbauten oder unter Steinen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 12–18 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Bärtige Kuckuckshummel

Bombus barbutellus

Bärtige Kuckuckshummel

Eine Kuckuckshummel (16–17 mm), die Nester von Gartenhummeln (Bombus hortorum) und ähnlichen Arten parasitiert. Das Weibchen hat einen hellgelben Kragen, einen weissen After und keine Pollenkörbchen, da es selbst keinen Pollen sammelt. Sie erscheint im April, um Wirtsnester zu suchen; die Männchen sind von Juni bis August an verschiedenen Blüten beim Nektarsaugen zu beobachten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 13–17 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Böhmische Kuckuckshummel

Bombus bohemicus

Böhmische Kuckuckshummel

Eine Kuckuckshummel, die Nester des Bombus lucorum-Komplexes parasitiert. Sie besitzt keine Pollensammel-Einrichtungen und produziert keine eigenen Arbeiterinnen; das Weibchen dringt in ein Wirtsnest ein, tötet die Wirtskönigin und zwingt die Arbeiterinnen zur Aufzucht ihrer Nachkommen. In der Schweiz häufig und weit verbreitet vom Tiefland bis in alpine Lagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 14–20 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Feld-Kuckuckshummel

Bombus campestris

Feld-Kuckuckshummel

Eine mittelgrosse Kuckuckshummel (15–18 mm) ohne Arbeiterinnen und ohne Pollensammeleinrichtungen. Weibchen haben einen schwarzen Körper mit zwei gelben Binden (eine vorne, eine hinten am Thorax) und einem gelblichen Hinterleibsende, mit dunkel getönten Flügeln. Männchen sind variabler aber ähnlich. Sie ist Brutparasit vor allem der Ackerhummel (Bombus pascuorum) sowie von B. humilis, B. pratorum, B. ruderarius und B. pomorum. Sie hat einen kurzen Rüssel und ernährt sich an Disteln, Skabiosen, Flockenblumen und Löwenzahn. Überwinterte Weibchen erscheinen ab April, Junge Weibchen und Männchen von Juli bis September. In der Schweiz vom Tiefland bis in montane Lagen verbreitet in Gärten, Wiesen und offenen Habitaten, wo ihre Wirte vorkommen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 15–18 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Samthummel

Bombus confusus

Samthummel

Eine mittelgrosse bis grosse Hummel (12–20 mm) mit samtartig kurzer schwarzer Behaarung und orangeroter Hinterleibsspitze. Sie ähnelt der Steinhummel, erscheint aber später (ab Mai). Männchen haben auffällig grosse Komplexaugen. Sie ist ein polylektischer Generalist in warmen, trockenen, blütenreichen Wiesen und Ruderalflächen. Nistet unterirdisch in verlassenen Nagerbauten mit kleinen Kolonien. In der Schweiz selten und rückläufig. Rote Liste Schweiz: RE (in der Schweiz ausgestorben).

Größe: 12–20 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Selten
80% vollständig · Bestimmung: Einfach
Kryptarum-Erdhummel

Bombus cryptarum

Kryptarum-Erdhummel

Eine grosse Hummel aus dem Bombus lucorum-Komplex, von dem sie genetisch und chemisch abgetrennt wurde. Sie hat einen schwarzen Körper, zwei gelbe Binden und einen weissen Hinterleib — extrem ähnlich zur Hellen Erdhummel. Im Norden bewohnt sie Heiden und Moore, im Süden Gebirgslagen. In der Schweiz kommt sie im Tiefland und in den Alpen vor, oft sympatrisch mit B. lucorum und B. terrestris. Als Generalist besucht sie ein breites Blütenspektrum und nistet unterirdisch in verlassenen Nagerbauten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–21 mm Flugzeit: März bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Eisenhuthummel

Bombus gerstaeckeri

Eisenhuthummel

Eine grosse montane Hummel mit sehr langer Zunge, die fast ausschliesslich auf Eisenhut (Aconitum, Ranunculaceae) spezialisiert ist. Königinnen (20–26 mm) haben einen gelblich-grauen Thorax, eine schwarze Hinterleibsbinde und einen weissen Hinterleib. Sie nistet unterirdisch in verlassenen Nagerbauten oder Felsspalten mit Kolonien bis zu 100 Arbeiterinnen. In der Schweiz in Bergen von 800 bis 2500 m. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 15–26 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Gartenhummel

Bombus hortorum

Gartenhummel

Eine grosse Hummel mit aussergewöhnlich langem Rüssel, die tiefe Röhrenblüten wie Taubnesseln, Klee, Wicken und Fingerhut besuchen kann. Charakteristisch ist das schwarz-gelb-weisse Bindenmuster. Sie nistet in alten Mäuselöchern, Vogelnestern oder unterirdischen Hohlräumen. In der Schweiz von Gärten im Tiefland bis in alpine Matten häufig. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 11–26 mm Flugzeit: März bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Veränderliche Hummel

Bombus humilis

Veränderliche Hummel

Eine mittelgrosse Hummel mit einer auffälligen, breiten dunkelbraunen Binde am vorderen Hinterleib, wobei die Färbung sehr variabel ist. Der Thorax ist oberseits gelb-orange mit beigen Flanken. Sie hat einen langen Rüssel und bevorzugt tiefe Blüten wie Klee und Wicken. Das Nest wird oberirdisch in Grasbüscheln angelegt. In der Schweiz in artenreichen Wiesen und Grünland verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10-18 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Baumhummel

Bombus hypnorum

Baumhummel

Eine auffällige Hummel mit orangebraunem Thorax, schwarzem Hinterleib und weisser Spitze. Sie nistet ausschliesslich oberirdisch in Hohlräumen wie alten Vogelnestern, Baumhöhlen, Dachböden und Nistkästen, oft im Siedlungsbereich. Die Völker können bis zu 400 Arbeiterinnen umfassen. In der Schweiz häufig und sich ausbreitend, von Gärten im Tiefland bis in montane Lagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–20 mm Flugzeit: März bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Heidehummel

Bombus jonellus

Heidehummel

Eine kleine Hummel mit drei gelben Binden und weisser Hinterleibsspitze, der Gartenhummel ähnlich aber kleiner und mit kürzerem Rüssel. Sie bevorzugt Heide-, Moor- und Gebirgslandschaften und sammelt an Heidekraut, Heidelbeeren und Vaccinium-Arten. Nistet oberirdisch in alten Vogelnestern, unter Moos oder in Grasbüscheln. In der Schweiz lokal in alpinen und subalpinen Regionen sowie Moorgebieten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–17 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Steinhummel

Bombus lapidarius

Steinhummel

Eine grosse, auffällige Hummel mit samtschwarzem Körper und leuchtend orangerotem Hinterleibsende. Königinnen (20–22 mm) erscheinen zeitig im Frühjahr und gründen Kolonien mit bis zu 300 Arbeiterinnen in unterirdischen Hohlräumen, typischerweise unter Steinen, in alten Mäuselöchern oder am Fuss von Trockenmauern — der Artname 'lapidarius' bedeutet 'zwischen Steinen lebend'. Männchen sind kleiner mit gelben Gesichtshaaren und schwachen gelben Binden auf dem Thorax. Sie gehört zu den 'Grossen Acht' häufigen Hummeln Europas und ist in der Schweiz vom Tiefland bis in alpine Matten auf 2400 m verbreitet. Sie hat eine mittellange Zunge und besucht ein breites Blütenspektrum. Die Kuckuckshummel Bombus rupestris ist ihr spezialisierter Brutparasit. In Schweizer Städten wie Zürich ist sie sehr häufig und weit verbreitet in Gärten, Parks, Obstgärten und Ruderalflächen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 11–22 mm Flugzeit: März bis September Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Helle Erdhummel

Bombus lucorum

Helle Erdhummel

Eine grosse, früh fliegende Hummel aus dem Bombus lucorum-Komplex mit schwarzem Körper, leuchtend gelbem Kragen und Thoraxbinde sowie weisser Hinterleibsspitze. Königinnen erscheinen bereits ab Februar und gründen unterirdische Nester in verlassenen Nagerbauten. Eine der häufigsten Hummeln der Schweiz vom Tiefland bis über 2500 m in den Alpen. Generalist mit breitem Blütenspektrum, wird von Bombus bohemicus parasitiert. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–21 mm Flugzeit: Februar bis September Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Berghummel

Bombus mesomelas

Berghummel

Eine mittelgrosse alpine Hummel mit charakteristischer Färbung: Der Thorax ist vollständig orange-braun und der Hinterleib ist schwarz mit einer orange-braunen Spitze. Sie hat einen relativ kurzen Rüssel. Sie kommt in montanen bis alpinen Matten der Alpen und des Jura von 1000 bis 2800 m vor. Nistet unterirdisch in verlassenen Nagerbauten. In der Schweiz lokal häufig. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 14–18 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Berglandhummel

Bombus monticola

Berglandhummel

Eine kleine, kompakte Gebirgshummel mit breitem Kopf und kurzem Rüssel. Königinnen (bis 16 mm) haben einen schwarzen Thorax mit gelbem Kragen, schwarzem erstem Tergit und gelb bis orangeroter Hinterleibsspitze. Eine boreo-alpine Art, die in der Schweiz in den Alpen von etwa 1500 m bis über 2500 m in alpinen Matten vorkommt. Sie sammelt an Heidelbeeren (Vaccinium), Klee und Astern. Nistet unterirdisch in verlassenen Kleinsäugerbauten mit Kolonien unter 50 Arbeiterinnen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–16 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Mooshummel

Bombus muscorum

Mooshummel

Eine mittelgrosse Hummel (14–18 mm) mit einförmig orange-brauner Behaarung am ganzen Körper — eine der markantesten Hummelfärbungen. Mit ihrem langen Rüssel besucht sie tiefe Blüten wie Klee und Wicken. Das Nest wird oberirdisch in Grasbüscheln oder Moos errichtet. Völker mit 50–120 Tieren. In der Schweiz ist sie stark gefährdet (EN), praktisch nur noch in Flachmooren und extensiv genutzten Nasswiesen.

Größe: 14–18 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Ackerhummel

Bombus pascuorum

Ackerhummel

Die Ackerhummel ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Hummelarten der Schweiz. Sie hat einen auffälligen orangebraunen Thorax und ein graubraunes Abdomen mit variabler dunkler Binde, wobei die Färbung stark variieren kann. Mit ihrem langen Rüssel besucht sie tiefe Blüten wie Taubnesseln, Klee und Wicken. Das Nest wird auf oder knapp über dem Boden in Grasbüscheln, Moospolstern oder verlassenen Kleinsäuger-Nestern errichtet und mit gesammeltem Gras und Moos überdacht. Die Völker sind mit 30–130 Individuen bescheiden. Die Flugzeit ist aussergewöhnlich lang und erstreckt sich von März bis weit in den November, wobei ein riesiges Blütenspektrum besucht wird. Brutparasit ist die Kuckuckshummel Bombus campestris. In der Schweiz kommt sie von Gärten und Parks im Tiefland bis in alpine Matten vor. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–18 mm Flugzeit: März bis November Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Wiesenhummel

Bombus pratorum

Wiesenhummel

Eine kleine, früh fliegende Hummel mit auffällig orangeroter Hinterleibsspitze, gelbem Kragen und gelber Hinterleibsbinde. Sie gründet als erste Hummel im Frühjahr ihre Kolonie, Arbeiterinnen erscheinen ab Anfang April. Kurzer Koloniezyklus, nistet oberirdisch in Grasbüscheln, Vogelnestern, Mauerhöhlen und Nistkästen. In der Schweiz eine der häufigsten Hummeln in Gärten, Parks und Wiesen vom Tiefland bis 2300 m. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–17 mm Flugzeit: März bis August Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Pyrenäenhummel

Bombus pyrenaeus

Pyrenäenhummel

Eine kleine alpine Hummel (10–15 mm) mit schwarzem Körper, gelbem Kragen und Schildchen sowie weissem Hinterleibsende. Sie hat ein kurzes Gesicht und einen kurzen Rüssel. Sie kommt in hohen Lagen (1500–3000 m) der Alpen vor und sammelt an Thymian, Klee und Astern. Nistet unterirdisch in verlassenen Nagerbauten mit kleinen Kolonien unter 60 Arbeiterinnen. In der Schweiz in alpinen Matten lokal häufig. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–15 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Grashummel

Bombus ruderarius

Grashummel

Eine mittelgrosse Hummel (14–17 mm) mit schwarzem Körper, leuchtend orangeroter Hinterleibsspitze und auffällig orangefarbenen Haaren an den Hinterbeinen (Corbicula), wodurch sie sich von der ähnlichen Steinhummel (Bombus lapidarius) unterscheidet. Das Nest wird auf oder knapp über dem Boden in Grasbüscheln oder Moos aus Gräsern und Moos errichtet. Die Völker umfassen 50–100 Arbeiterinnen. Sie sammelt an Klee, Wicken, Taubnesseln und anderen tiefen Blüten. In der Schweiz in blütenreichen Wiesen, Grünland und Gärten vom Tiefland bis in montane Lagen, jedoch durch Intensivierung der Landwirtschaft rückläufig. Ein Nest wurde nahe Splügen (Graubünden) auf 1750 m dokumentiert. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 14–17 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Distelhummel

Bombus soroeensis

Distelhummel

Eine kleine Hummel (14–16 mm) mit relativ länglichem Gesicht und mittellanger Zunge. Der Körper ist schwarz mit zwei gelben Binden (Kragen und zweites Tergit), wobei die Hinterleibsbinde oft in der Mitte durch schwarze Haare unterbrochen ist. Das Hinterleibsende ist weiss, oft mit orange-gelben Haaren durchmischt. Sie nistet unterirdisch in verlassenen Nagerbauten mit 80–150 Arbeiterinnen. Sie bevorzugt Grasland, Heiden und Bergwiesen und sammelt an Klee, Glockenblumen, Skabiosen und Hornklee. In der Schweiz in den Alpen und im Jura in montanen bis alpinen Matten von etwa 1000 m bis über 2500 m. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 14–16 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Bunte Hummel

Bombus sylvarum

Bunte Hummel

Eine mittelgrosse, auffällig bunt gefärbte Hummel mit gelben, braunen und orangen Haaren am Thorax, einem dunklen Band auf dem Rücken und orangeroter Hinterleibsspitze. Mit ihrem langen Rüssel besucht sie tiefe Blüten wie Klee und Wicken. Nistet ober- und unterirdisch in Grasbüscheln, Moos oder alten Nagerbauten. In der Schweiz in artenreichen Wiesen und Grünland bis 1400 m, gilt als gefährdet durch Lebensraumverlust.

Größe: 10–18 mm Flugzeit: April bis Oktober Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Wald-Kuckuckshummel

Bombus sylvestris

Wald-Kuckuckshummel

Eine mittelgrosse Kuckuckshummel (12–16 mm) mit schwarzem Körper, leuchtend gelbem Kragen und Schulterflecken, weissem Hinterleib und auffällig dunklen Flügeln. Sie besitzt keine Pollensammeleinrichtungen und produziert keine eigenen Arbeiterinnen. Sie parasitiert Nester von Bombus pratorum und Bombus monticola. In der Schweiz in Wäldern, Gärten und alpinen Matten vom Tiefland bis in hohe Lagen, Flugzeit von April bis August. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 12–16 mm Flugzeit: April bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Dunkle Erdhummel

Bombus terrestris

Dunkle Erdhummel

Die Dunkle Erdhummel ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Hummeln der Schweiz, von Gärten im Tiefland bis 1950 m in den Alpen. Königinnen sind gross mit schwarzem Körper, zwei gelben Binden und einer charakteristischen hellbraunen Hinterleibsspitze. Die Völker können mehrere hundert Arbeiterinnen umfassen und nisten unterirdisch in verlassenen Nagerbauten. Sie ist ein polylektischer Generalist und wird kommerziell für die Gewächshausbestäubung genutzt. In der Schweiz in allen Regionen verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9-22 mm Flugzeit: Februar bis September Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Gefleckte Kuckuckshummel

Bombus vestalis

Gefleckte Kuckuckshummel

Eine grosse Kuckuckshummel (Königin bis 21 mm) aus der Untergattung Psithyrus ohne Arbeiterinnen und ohne Pollensammeleinrichtung. Sie ist überwiegend schwarz mit einem orange-gelben Kragen, einem gelben Haarfleck auf dem dritten Tergit und weissen Haaren auf dem fünften Tergit. Die Flügel sind auffällig dunkel getönt. Sie ist Brutparasit der Dunklen Erdhummel (Bombus terrestris): Das Weibchen dringt in ein Wirtsnest ein, tötet oder unterwirft die Wirtskönigin und zwingt die Arbeiterinnen zur Aufzucht ihrer Nachkommen. In der Schweiz vom Tiefland bis in montane Lagen verbreitet, wo immer ihr Wirt vorkommt, mit Flugzeit von März bis September. Als nicht gefährdet (LC) eingestuft.

Größe: 15–21 mm Flugzeit: März bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Bergwaldhummel

Bombus wurflenii

Bergwaldhummel

Eine mittelgrosse bis grosse Hummel (16–20 mm) mit charakteristischer Färbung: Der Thorax ist vollständig orange-braun ohne schwarze Binde, der Hinterleib ist schwarz mit breiter orange-brauner Spitze. Sie hat einen relativ kurzen Rüssel. Eine montane und alpine Art der Bergwälder und subalpinen Matten, die an Heidelbeeren (Vaccinium), Himbeeren, Alpenrosen und Disteln sammelt. Sie nistet unterirdisch in verlassenen Nagerbauten oder Hohlräumen unter moosbedeckten Wurzeln. In der Schweiz in den Alpen und im Jura in montanen bis subalpinen Lagen von etwa 800 m bis 2400 m, in geeigneten Lebensräumen häufig. Auf der Roten Liste als nicht gefährdet (LC) eingestuft.

Größe: 16–20 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Blaue Keulhornbiene

Ceratina cyanea

Blaue Keulhornbiene

Eine sehr kleine Keulhornbiene (5-7 mm) mit auffällig metallisch blaugrünem Körper und keulenförmigen Fühlern. Sie nagt Nistgänge in das Mark abgestorbener Pflanzenstängel von Brombeere, Holunder und Disteln. Beide Geschlechter überwintern in hohlen Stängeln und erscheinen im April. Sie ist polylektisch und besucht ein breites Blütenspektrum. In der Schweiz häufig vom Tiefland bis 1600 m in Gärten, Waldrändern und Ruderalflächen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5-7 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Juni-Langhornbiene

Eucera longicornis

Juni-Langhornbiene

Eine mittelgrosse solitäre Biene (12-15 mm), benannt nach den extrem langen Fühlern der Männchen, die körperlang werden können. Männchen haben zudem eine gelbe Gesichtsmaske. Weibchen haben braune Thoraxbehaarung und eine weisse Scopa an den Hinterbeinen. Sie ist oligolektisch auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae) spezialisiert und besucht Wicken, Klee und Platterbsen. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in sandigen oder lehmigen Böden in warmen, trockenen Magerwiesen. In der Schweiz unterhalb von 1000 m verbreitet und als nicht gefährdet eingestuft. Männchen bestäuben Ophrys-Orchideen durch Pseudokopulation.

Größe: 12-15 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
80% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Gemeine Trauerbiene

Melecta albifrons

Gemeine Trauerbiene

Eine auffällige Kuckucksbiene mit tiefschwarzem Körper und zwei cremefarbenen Flecken auf jeder Seite des Hinterleibs. Kopf und Thorax haben bräunlich-gelbe Haare, die Flügel sind dunkel getönt. Sie besitzt keine Pollensammel-Einrichtungen und legt ihre Eier in die Nester von Anthophora plumipes. In der Schweiz folgt sie ihrem Wirt in Gärten, Parks und an warmen Hängen mit Lösswänden. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 12-15 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach
Kleine Wespenbiene

Nomada flavoguttata

Kleine Wespenbiene

Eine der kleinsten Nomada-Arten (5–7 mm) mit schwarz-gelbem wespenähnlichem Körper, orangeroten Beinen und kleinen gelben Flecken auf dem Hinterleib. Sie besitzt keine Pollensammeleinrichtungen. Sie ist ein Kleptoparasit (Kuckucksbiene) kleiner Andrena-Arten, besonders Andrena minutula. In der Schweiz weit verbreitet und häufig vom Tiefland bis in montane Lagen in Gärten, Wiesen und Ruderalflächen, wo immer ihre kleinen Andrena-Wirte nisten, mit Flugzeit von April bis September (bivoltin). Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: April bis September (bivoltin) Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Gemeine Wespenbiene

Nomada goodeniana

Gemeine Wespenbiene

Eine grosse, auffällig schwarz-gelb gezeichnete Kuckucksbiene (10–14 mm) mit orangeroten Beinen, eine der grössten Nomada-Arten. Sie besitzt keine Pollensammeleinrichtungen und legt ihre Eier in die Nester von Sandbienen der Andrena nigroaenea-Gruppe. In der Schweiz häufig an sonnigen Standorten, wo ihre Wirte nisten, mit Flugzeit von April bis Juni (und teils partiell im August). Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–14 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Panzers Wespenbiene

Nomada panzeri

Panzers Wespenbiene

Eine mittelgrosse Wespenbiene (9–11 mm) mit schwarz-gelbem wespenähnlichem Körper, orangeroten Beinen und roten Zeichnungen auf dem Hinterleib. Sie ähnelt Nomada flava, aber Weibchen haben schwarze aufrechte Haare auf dem Clypeus. Sie besitzt keine Pollensammeleinrichtungen. Sie ist ein Kleptoparasit frühlingsfliegender Andrena-Arten, besonders Andrena fucata und Andrena helvola. Sie ist univoltin und fliegt von März bis Juli. In der Schweiz häufig in Wäldern und Waldrändern vom Tiefland bis in montane Lagen, auf der Roten Liste als nicht gefährdet (LC) eingestuft.

Größe: 9–11 mm Flugzeit: März bis Juli Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Rotfühler-Wespenbiene

Nomada ruficornis

Rotfühler-Wespenbiene

Eine mittelgrosse Kuckucksbiene (8–11 mm) mit braun-gelb gestreiftem wespenähnlichem Körper, orangen Beinen und charakteristisch gegabelten Mandibeln. Sie besitzt keine Pollensammeleinrichtungen. Sie parasitiert Nester von Andrena haemorrhoa und anderen früh fliegenden Andrena-Arten. In der Schweiz in Gärten, Wiesen und Waldrändern verbreitet, wo immer ihre Wirte nisten, mit Flugzeit von April bis Juni. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–11 mm Flugzeit: April bis Juni Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Stachelbeer-Wespenbiene

Nomada signata

Stachelbeer-Wespenbiene

Eine mittelgrosse Kuckucksbiene (10–14 mm) mit schwarz-gelbem wespenähnlichem Körper, orangen Beinen und ohne Pollensammeleinrichtungen. Sie ähnelt Nomada flava sehr. Sie ist ein spezialisierter Brutparasit (Kleptoparasit) der Fuchsroten Sandbiene (Andrena fulva) und legt ihre Eier in deren Brutzellen, wo die Larve den Pollenvorrat frisst. Sie ist univoltin und fliegt von März bis Juni, synchron mit der Flugzeit ihres Wirts. In der Schweiz in Gärten, Parks, Wiesen und lichten Wäldern, wo immer ihr Wirt nistet, vom Tiefland bis in montane Lagen. Verbreitet aber lokal, gilt als nicht gefährdet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 10–14 mm Flugzeit: März bis Juni Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Blaue Holzbiene

Xylocopa violacea

Blaue Holzbiene

Die Blaue Holzbiene ist die grösste Biene der Schweiz und erreicht eine Körperlänge von 20–28 mm mit einem massiven, tiefschwarzen Körper und grossen dunklen Flügeln, die im Sonnenlicht irisierend blau-violett schillern. Trotz ihres hummelartigen Aussehens ist sie solitär: Das Weibchen nagt mit ihren kräftigen Mandibeln Nistgänge in Totholz, morsche Baumstämme oder hölzerne Gartenstrukturen. Die Brutzellen werden mit einem Pollen-Nektar-Gemisch versorgt und mit zerkauter Holzmasse verschlossen. Sie ist polylektisch mit deutlichen Vorlieben für Fabaceae und Lamiaceae. Männchen sind an den gelben Endgliedern 11 und 12 der Fühler erkennbar. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis Oktober bei einer Generation pro Jahr. In der Schweiz kommt sie in warmen Tieflagen vor, besonders im Wallis, Tessin, Genf und um Zürich, in Obstgärten, Gärten, Parks und an Waldrändern. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 20–28 mm Flugzeit: März bis Oktober Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Einfach

Colletidae — Seiden- & Maskenbienen

Colletidae werden Seidenbienen genannt, weil sie ihre Nistgänge mit einem zellophanartigen Sekret auskleiden, das zu einer wasserdichten Membran trocknet. Maskenbienen (Hylaeus) sind schlank, meist schwarz-gelb und transportieren Pollen im Kropf statt an den Beinen.

Frühlings-Seidenbiene

Colletes cunicularius

Frühlings-Seidenbiene

Die am frühesten fliegende Colletes-Art Mitteleuropas, erscheint ab Ende Februar bis Mai. Weibchen und Männchen sind dicht mit goldbraunen Haaren auf Kopf, Thorax und Hinterleib bedeckt, was ihnen ein fuchsartiges, hummelähnliches Aussehen verleiht. Im Gegensatz zu anderen Colletes-Arten fehlen ihr deutliche helle Haarbinden auf dem Hinterleib. Die Zunge ist charakteristisch kurz und zweilappig. Sie nistet in grossen Kolonien in sandigen oder lockeren Böden und gräbt Gänge bis 30 cm Tiefe mit einem senkrechten Hauptgang und mehreren seitlichen Brutzellen. Sie ist streng oligolektisch auf Weidenpollen (Salix) spezialisiert, besucht aber zur Nektaraufnahme auch andere Blüten. Die Kuckucksbiene Sphecodes albilabris ist ihr spezifischer Brutparasit. Männchen bestäuben mehrere Ophrys-Orchideenarten durch sexuelle Täuschung. In der Schweiz in Sandgebieten, Kiesgruben und Flussufern verbreitet und auf der Roten Liste als nicht gefährdet (LC) eingestuft. Eine gut untersuchte Population befindet sich in der Nordschweiz.

Größe: 11–14 mm Flugzeit: Februar bis Mai Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Gemeine Seidenbiene

Colletes daviesanus

Gemeine Seidenbiene

Eine mittelkleine Seidenbiene (7–9 mm) mit dichten bräunlichen Haaren auf dem Thorax, glänzend schwarzem Hinterleib mit breiten hellen Haarbinden und einer charakteristisch kurzen, zweilappigen Zunge. Das erste Tergit ist auffällig spärlich punktiert und glänzend — ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen gebänderten Colletes-Arten. Sie ist oligolektisch auf Korbblütler (Asteraceae) spezialisiert und sammelt Pollen fast ausschliesslich an Rainfarn (Tanacetum vulgare), Schafgarbe (Achillea millefolium), Margerite (Leucanthemum vulgare) und Kamillen. Sie nistet in grossen Aggregationen in senkrechten Erdwänden, weichen Sandsteinfelsen, Lösswänden und sogar in Mörtelfugen alter Gebäude, was ihr bei hohen Dichten den Ruf eines kleinen Gebäudeschädlings eingebracht hat. Als synanthrope Art hat sie sich gut an Siedlungsbereiche angepasst. In der Schweiz ist sie in Sandgruben, Steinbrüchen, Weinbergen, Ruderalflächen und Dörfern verbreitet und häufig. Die Kuckucksbiene Epeolus variegatus ist ihr Brutparasit. Die Flugzeit ist univoltin von Mitte Juni bis Ende August. Rote Liste Schweiz: NT (potenziell gefährdet).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Dolden-Seidenbiene

Colletes floralis

Dolden-Seidenbiene

Eine mittelgrosse Seidenbiene mit schmalen grau-weissen Hinterleifsbinden und auffällig rotbraunen Haaren auf dem Thorax. Das erste Tergit ist auffällig glänzend und spärlich punktiert. Sie nistet in Aggregationen in Sandböden an warmen, trockenen Standorten. In der Schweiz in montanen bis alpinen Matten der Alpen, sammelt hauptsächlich an Doldenblütlern und Korbblütlern. Rote Liste Schweiz: VU (verletzlich).

Größe: 8-10 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Sehr selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Filzbindige Seidenbiene

Colletes fodiens

Filzbindige Seidenbiene

Eine mittelgrosse Seidenbiene (9-11 mm) mit dichter bräunlicher Thoraxbehaarung und ungewöhnlich breiten, filzartigen weissen Haarbinden auf dem Hinterleib. Sie ist oligolektisch auf Korbblütler spezialisiert, besonders Rainfarn (Tanacetum vulgare) und Schafgarbe (Achillea millefolium). Sie nistet in Aggregationen in sandigen Böden an warmen, trockenen Standorten. In der Schweiz in Ruderalflächen, Sandgruben und Trockenwiesen des Tieflands und der Täler. Rote Liste Schweiz: EN (stark gefährdet).

Größe: 9-11 mm Flugzeit: Juli bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Efeu-Seidenbiene

Colletes hederae

Efeu-Seidenbiene

Eine mittelgrosse Seidenbiene (9-14 mm) mit dichter rostroter Thoraxbehaarung und bräunlichen Hinterleibsbinden. Berühmt ist sie für ihre späte Flugzeit (September bis November), die mit der Blüte von Efeu (Hedera helix) zusammenfällt, auf den sie spezialisiert ist. Erst 1993 als Art beschrieben, hat sie sich rasch von Südeuropa nordwärts ausgebreitet. In der Schweiz heute in warmen Tieflagen verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet). Sie nistet in grossen Kolonien in offenen, gut drainierten Böden. Der Ölkäfer Stenoria analis hat lokal zu Populationseinbrüchen in der Schweiz geführt.

Größe: 9-14 mm Flugzeit: September bis November Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Alpen-Seidenbiene

Colletes impunctatus

Alpen-Seidenbiene

Eine kleine hochalpine Seidenbiene (7-9 mm) mit dichter bräunlicher Behaarung, einem auffällig glänzenden und spärlich punktierten ersten Tergit und grau-weissen Haarbinden. Sie ist eine Spezialistin alpiner und borealer Regionen und nistet in sandigen Böden in Bergwiesen. In der Schweiz in den Alpen von etwa 1800 m bis über 2300 m an Asterngewächsen und anderen Alpenblumen sammelnd. Auf der europäischen Roten Liste als gefährdet eingestuft.

Größe: 7-9 mm Flugzeit: Juli bis August Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Sand-Seidenbiene

Colletes marginatus

Sand-Seidenbiene

Eine kleine Seidenbiene (7-9 mm) mit schwarzem Körper, schmalen weissen Hinterleibshaarbinden und dicht punktiertem erstem Tergit. Sie ist oligolektisch auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae), besonders Klee und Wicken, spezialisiert. Sie nistet einzeln oder in kleinen Gruppen in sandigen Böden an warmen, trockenen Standorten. In der Schweiz von verstreuten Fundorten im Tiefland und in inneralpinen Trockentälern bekannt, besonders in sandigen Ruderalflächen und Trockenrasen. Rote Liste Schweiz: EN (stark gefährdet).

Größe: 7-9 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Rainfarn-Seidenbiene

Colletes similis

Rainfarn-Seidenbiene

Eine mittelkleine Seidenbiene (8-11 mm), ähnlich Colletes daviesanus aber etwas grösser mit dichterer Thoraxbehaarung und breiteren weissen Hinterleibsbinden. Das erste Tergit hat eine charakteristische seitlich winkelförmige Haarbinde, die in der Mitte unterbrochen ist. Sie ist oligolektisch auf Korbblütler, besonders Rainfarn (Tanacetum vulgare) und Schafgarbe (Achillea millefolium). Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in Steilwänden und vegetationsarmen Flächen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8-11 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Gegürtelte Seidenbiene

Colletes succinctus

Gegürtelte Seidenbiene

Eine mittelgrosse Seidenbiene (10-12 mm) mit hellen Haaren am Clypeus, orange-durchsichtigen Binden auf dem ersten Tergit und breiten weissen Haarbinden. Sie ist stark an Heide- und Moorlandschaften gebunden und auf Heidekraut (Ericaceae) spezialisiert. Sie nistet in Aggregationen in sandigen Böden, manchmal in riesigen Kolonien von über 60'000 Nestern. Sie ist univoltin und fliegt von Mitte Juli bis Ende September. In der Schweiz lokal in den Alpen und im Jura auf Heideflächen mit Calluna vulgaris. Rote Liste Schweiz: VU (verletzlich).

Größe: 10-12 mm Flugzeit: Juli bis September Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Alpine Maskenbiene

Hylaeus alpinus

Alpine Maskenbiene

Eine kleine hochalpine Maskenbiene (5–7 mm), die in den Schweizer Alpen vorkommt und an kalte Gebirgsbedingungen angepasst ist. Sie nistet in Hohlräumen in Totholz oder Pflanzenstängeln und transportiert Pollen im Kropf. Ihre Flugzeit ist kurz (Juni bis August) und folgt dem kurzen alpinen Sommer. Sie besucht verschiedene alpine Blüten und ist meist über 1500 m Höhe zu finden. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Schmale Maskenbiene

Hylaeus angustatus

Schmale Maskenbiene

Eine kleine, schlanke Maskenbiene (5–6 mm) mit schwarzem Körper und weissen oder gelben Gesichtszeichnungen. Sie transportiert Pollen im Kropf statt an den Beinen. Sie nistet in hohlen Pflanzenstängeln und Käferfraßgängen in Totholz und kleidet ihre Brutzellen mit einem zellophanartigen Sekret aus. Sie ist polylektisch und besucht von Mai bis August viele verschiedene Blüten. Rote Liste Schweiz: NT (potenziell gefährdet).

Größe: 5–6 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Geringelte Maskenbiene

Hylaeus annularis

Geringelte Maskenbiene

Eine kleine Maskenbiene (6–7 mm) mit schwarzem Körper und weissen Gesichtszeichnungen. Männchen haben eine grosse weisse Gesichtsmaske, Weibchen zwei kleine weisse Flecken. Sie nistet in hohlen Stängeln, Käferfraßgängen in Totholz und künstlichen Hohlräumen. Sie ist ein polylektischer Generalist und besucht verschiedene Wildblumen. In der Schweiz vom Tiefland bis in montane Lagen in Trockenwiesen, Weinbergen, Gärten und Ruderalflächen verbreitet, mit Flugzeit von Mai bis August. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 6–7 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Gemeine Maskenbiene

Hylaeus communis

Gemeine Maskenbiene

Die häufigste Hylaeus-Art Mitteleuropas mit schwarzem Körper und weissen Gesichtszeichnungen. Weibchen haben zwei kleine weisse Flecken im Gesicht, Männchen eine grosse weisse Maske. Sie nistet in hohlen Stängeln und Käferfraßgängen in Totholz und ist in Schweizer Gärten, Parks und Ruderalflächen sehr häufig. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–7 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Verkannte Maskenbiene

Hylaeus confusus

Verkannte Maskenbiene

Eine kleine Maskenbiene mit schwarzem Körper und weissen Gesichtszeichnungen, Hylaeus communis sehr ähnlich, aber durch Details der männlichen Genitalien und der Gesichtsmaske unterscheidbar. Sie nistet in hohlen Stängeln und Hohlräumen in Totholz und ist in der Schweiz vom Tiefland bis in montane Lagen verbreitet. Ein polylektischer Generalist, der ein breites Spektrum an Wildblumen besucht, häufig in Gärten, Wiesen und Waldrändern. Flugzeit von Mai bis September mit einer Generation pro Jahr. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Gehörnte Maskenbiene

Hylaeus cornutus

Gehörnte Maskenbiene

Eine kleine, schlanke, vollständig schwarze Biene (7–8 mm) mit auffällig verbreitertem und abgeflachtem Fühlerschaft der Männchen (das namensgebende 'Horn'). Beide Geschlechter haben weisse Gesichtszeichnungen. Sie transportiert Pollen im Kropf und nistet in vorhandenen Hohlräumen in Totholz, hohlen Stängeln und Käferlöchern. In der Schweiz in warmen Tieflagen und Tälern, besonders im Wallis und Tessin. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 7–8 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Veränderliche Maskenbiene

Hylaeus difformis

Veränderliche Maskenbiene

Eine schlanke, überwiegend schwarze Maskenbiene (6–7 mm) mit charakteristischen weissen Gesichtszeichnungen. Wie alle Hylaeus transportiert sie Pollen im Kropf und nistet in vorgefundenen Hohlräumen wie hohlen Stängeln und Käferlöchern. Sie ist polylektisch und fliegt von Juni bis September an verschiedenen Wildblumen. In der Schweiz kommt sie in warmen Tieflagen vor. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–7 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Breitgesicht-Maskenbiene

Hylaeus dilatatus

Breitgesicht-Maskenbiene

Eine kleine Maskenbiene, erkennbar am verbreiterten Gesicht des Männchens mit ausgedehnten weissen Zeichnungen. Sie nistet in hohlen Stängeln und Käferlöchern in Totholz. In der Schweiz in warmen, trockenen Lebensräumen wie Trockenwiesen, Weinbergen und Ruderalflächen des Tieflands und der inneralpinen Trockentäler. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Buckel-Maskenbiene

Hylaeus gibbus

Buckel-Maskenbiene

Eine kleine schwarze Maskenbiene mit weissen Gesichtszeichnungen bei beiden Geschlechtern und einem leicht buckligen Thorax. Sie nistet in hohlen Stängeln und Hohlräumen. In der Schweiz in warmen, trockenen Lebensräumen wie Weinbergen, Trockenwiesen und Ruderalflächen, sammelt an verschiedenen Wildblumen wie Doldenblütlern und Korbblütlern.

Größe: 5-7 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Durchscheinende Maskenbiene

Hylaeus hyalinatus

Durchscheinende Maskenbiene

Eine kleine Maskenbiene mit schwarzem Körper und weissen Gesichtszeichnungen, deren Hinterleibssegmente an den hinteren Rändern durchscheinend rötlich-braun wirken. Sie nistet in hohlen Stängeln und Hohlräumen in Totholz und ist in der Schweiz in Gärten, Wiesen und Ruderalflächen verbreitet, wobei sie wärmere Standorte bevorzugt. Ein polylektischer Generalist, der Blüten aus vielen Pflanzenfamilien besucht, häufig in Siedlungen und Agrarlandschaften. Flugzeit von Mai bis September. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–8 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Schwarze Maskenbiene

Hylaeus nigritus

Schwarze Maskenbiene

Eine robuste Maskenbiene mit schwarzem Körper, eine der dunkelsten Hylaeus-Arten, deren Männchen nur kleine weisse Gesichtsflecken haben. Sie nistet in hohlen Stängeln und Käferlöchern in Totholz. In der Schweiz häufig in Wiesen, Gärten und Waldrändern vom Tiefland bis in alpine Lagen. Rote Liste Schweiz: nicht gefährdet (LC).

Größe: 6–8 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Schilfgallen-Maskenbiene

Hylaeus pectoralis

Schilfgallen-Maskenbiene

Eine ökologisch bemerkenswerte Maskenbiene, die ausschliesslich in alten Gallen der Lipara lucens-Fliege an Schilfrohr nistet. Der Körper ist schwarz mit weissen Gesichtszeichnungen. Sie ist an Feuchtgebiete gebunden und nur in Schilfgebieten und Sümpfen zu finden. In der Schweiz mit verstreuten Nachweisen um Seen und Feuchtgebiete mit Schilfbeständen. Rote Liste Schweiz: VU (verletzlich).

Größe: 6-8 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Bunte Maskenbiene

Hylaeus pictipes

Bunte Maskenbiene

Eine kleine Maskenbiene mit auffällig roten oder hellen Zeichnungen an den Beinen und schwarzem Körper mit weissen Gesichtsflecken. Sie nistet in hohlen Stängeln und Hohlräumen in Totholz. In der Schweiz in warmen, trockenen Lebensräumen wie Trockenwiesen, Weinbergen und Ruderalflächen der Tieflandtäler. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Punktierte Maskenbiene

Hylaeus punctatus

Punktierte Maskenbiene

Eine kleine Maskenbiene mit schwarzem Körper und weissen Gesichtszeichnungen, gekennzeichnet durch eine feine, dichte Punktierung des Scutums. Sie nistet in hohlen Stängeln und Käferlöchern in Totholz. In der Schweiz in warmen Trockenstandorten von Tieflagen bis in montane Höhen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–8 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Grosse Maskenbiene

Hylaeus signatus

Grosse Maskenbiene

Eine relativ grosse Maskenbiene (7–9 mm) mit schwarzem Körper und ausgedehnten weissen Gesichtszeichnungen. Sie ist eng an Korbblütler (Asteraceae) gebunden, besonders Flockenblumen und Disteln. Nistet in hohlen Stängeln und Käferlöchern in Totholz. In der Schweiz weit verbreitet in Trockenwiesen, Ruderalflächen und Feldsäumen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: Juni bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Bunte Maskenbiene

Hylaeus variegatus

Bunte Maskenbiene

Eine kleine Maskenbiene mit weissen Gesichtszeichnungen und auffällig hellen gelblich-weissen Flecken auf den Pronotalloben. Nistet in hohlen Stängeln und Käferlöchern in Totholz. In der Schweiz in warmen Trockenstandorten der Tieflandtäler, besonders im Wallis und Tessin. Rote Liste Schweiz: VU (verletzlich).

Größe: 5–7 mm Flugzeit: Mai bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig

Halictidae — Furchen- & Schmalbienen

Halictidae, auch Furchenbienen genannt, reichen von solitär bis primitiv sozial. Viele Arten haben einen metallischen Glanz und werden von menschlichem Schweiß angezogen. Sie nisten im Boden oder in morschem Holz und sind wichtige Generalisten in Wiesen und Gärten.

Verwechselbare Goldfurchenbiene

Halictus confusus

Verwechselbare Goldfurchenbiene

Eine kleine Furchenbiene mit metallisch grünem Kopf und Thorax und schwarzem Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden. In der Schweiz weit verbreitet in Gärten, Wiesen und Ruderalflächen vom Tiefland bis in montane Lagen, polylektisch an Blüten aus mindestens 10 Pflanzenfamilien. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in offenen oder spärlich bewachsenen Böden, oft in kleinen Kolonien an sonnigen Böschungen und Wegen. Rote Liste Schweiz: NT (nahezu bedroht).

Größe: 8–10 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Gefleckte Goldfurchenbiene

Halictus maculatus

Gefleckte Goldfurchenbiene

Eine kleine metallisch grüne Furchenbiene mit schwarzem Hinterleib und unterbrochenen weissen Haarbinden. Die primitiv eusoziale Art nistet in offenen Böden und ist in den Schweizer Tieflagen häufig, wo sie ein breites Blütenspektrum besucht. Die Weibchen graben ihre Nester in offenen Boden, oft an sonnigen Böschungen, Wegen und Ruderalflächen, und die Art ist ein wichtiger Generalisten-Bestäuber in den Schweizer Tieflagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Vierbindige Furchenbiene

Halictus quadricinctus

Vierbindige Furchenbiene

Die grösste Halictus-Art Mitteleuropas mit schwarzbraunem Körper und vier schmalen, oft in der Mitte unterbrochenen weissen Haarbinden. Sie hat rötlich-gelbe Thoraxbehaarung und einen kräftigen Flug. Ihre Nestarchitektur ist einzigartig: sie baut eine freistehende Erdwabe in einer unterirdischen Kammer. In der Schweiz in warmen Tieflagen und Tälern. Rote Liste Schweiz: VU (verletzlich).

Größe: 14-17 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Rötliche Goldfurchenbiene

Halictus rubicundus

Rötliche Goldfurchenbiene

Eine mittelgrosse Furchenbiene mit rötlich-braunen Hinterleibshaarbinden und metallisch grünem Kopf und Thorax. Sie nistet einzeln in selbstgegrabenen Gängen in offenen Böden und ist in der Schweiz häufig in Wiesen und Gärten. Sie ist ein wichtiger Bestäuber von Wildblumen in Wiesen und Gärten im Frühsommer und sammelt an einer Vielzahl von Pflanzenarten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–11 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Gelbbindige Furchenbiene

Halictus scabiosae

Gelbbindige Furchenbiene

Eine mittelgrosse Furchenbiene (12–15 mm) mit charakteristischen ockergelben Haarbinden auf dem Hinterleib und einem auffälligen Filzhaarfleck an der Basis jedes Tergits. Kopf und Thorax tragen spärliche bräunliche Haare. Sie ist primitiv eusozial mit einem bemerkenswerten Lebenszyklus: Begattete Weibchen überwintern gemeinsam im Geburtsnest, und im Frühling wird ein dominantes Weibchen zur eierlegenden Königin, während die anderen als Hilfsweibchen die Brut versorgen. Vor dem Schlüpfen der ersten Arbeiterinnen vertreibt die Königin die Helferinnen, die dann eigene Nester graben oder Nester anderer Arten übernehmen, manchmal sogar bereits verproviantierte Zellen. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in vegetationsarmen, ebenen bis schwach geneigten Bodenstellen, oft in grossen Kolonien. Als polylektische Art sammelt sie an verschiedensten Blüten, bevorzugt jedoch Korbblütler (Asteraceae) wie Flockenblumen, Disteln und Wegwarten. In der Schweiz in allen Landesteilen verbreitet, besiedelt sie warme, trockene Lebensräume wie Ruderalflächen, Kiesgruben, Weinberge und Bahndämme und breitet sich durch die Klimaerwärmung weiter aus. Sie steht auf der Roten Liste der gefährdeten Bienen der Schweiz. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 12–15 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Sechsbindige Furchenbiene

Halictus sexcinctus

Sechsbindige Furchenbiene

Eine grosse Halictus-Art mit sechs deutlichen ockergelben Haarbinden auf dem Hinterleib und einem breiten Kopf. Eine wärmeliebende Art trockener Wiesen, Weinberge und Ruderalflächen in den Schweizer Tieflandtälern, besonders im Wallis und Tessin. Sie bevorzugt trockene, warme Lebensräume mit offenen Bodenstellen und ist mit blütenreichen Ruderalflächen, Weinbergen und extensiv genutzten Wiesen verbunden. Rote Liste Schweiz: NT (nahezu bedroht).

Größe: 11–14 mm Flugzeit: Juni bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Gewöhnliche Furchenbiene

Halictus simplex

Gewöhnliche Furchenbiene

Eine mittelgrosse Furchenbiene (9–11 mm) mit deutlichen weissen Haarbinden auf den Hinterleibstergiten. Sie nistet in selbstgegrabenen Erdlöchern, oft in kleinen Kolonien, und manchmal teilen sich mehrere Weibchen einen Nesteingang. Sie ist polylektisch und besucht Blüten vieler Familien, besonders Korb- und Kardengewächse. Die Weibchen überwintern nach dem Schlüpfen im Juli und beginnen im folgenden Frühjahr mit dem Brutgeschäft. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 9–11 mm Flugzeit: April bis Oktober Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Goldene Furchenbiene

Halictus subauratus

Goldene Furchenbiene

Eine kleine, brillant metallisch goldgrüne Furchenbiene mit schwarzem Hinterleib und schmalen weissen Haarbinden. Sie ist eine der am stärksten metallisch schillernden Halictus-Arten und in den Schweizer Tieflagen häufig, wo sie in offenen Böden an warmen, trockenen Standorten nistet. Die Weibchen sammeln an verschiedenen Wildblumen und die Art spielt eine wichtige Rolle als Bestäuber in warmen, trockenen Lebensräumen, oft in grossen Nistkolonien. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Gewöhnliche Goldfurchenbiene

Halictus tumulorum

Gewöhnliche Goldfurchenbiene

Eine kleine (7–9 mm), metallisch-grüne Furchenbiene mit auffälligem gold-messingfarbenem Glanz auf Kopf und Thorax und schwarzem Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden. Sie ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Halictidae Mitteleuropas, von Gärten im Tiefland bis 2200 m in den Alpen. Sie lebt primitiv eusozial: Überwinterte Weibchen bleiben gemeinsam im Geburtsnest, wobei ein dominantes Weibchen die Eier legt und die anderen als Arbeiterinnen fungieren. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in vegetationsarmen, ebenen bis schwach geneigten Böden, oft in kleinen Kolonien. Sie ist breit polylektisch und besucht Blüten aus mindestens 14 Pflanzenfamilien. Sie ist ein wichtiger Bestäuber der seltenen Frauenschuh-Orchidee (Cypripedium calceolus). Ihr Brutparasit ist die Blutbiene Sphecodes gibbus. In der Schweiz gilt sie als nicht gefährdet und ist sehr häufig in Wiesen, Gärten, Feldsäumen und Ruderalflächen vom Tiefland bis in alpine Lagen.

Größe: 7–9 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Sehr häufig
80% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Weissbeinige Schmalbiene

Lasioglossum albipes

Weissbeinige Schmalbiene

Eine mittelgrosse Furchenbiene (6–8 mm) mit metallisch grünem Kopf und Thorax, schwarzem Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden und auffällig hellen Hinterschienen der Weibchen. Primitiv eusozial mit kleinen Kolonien. In der Schweiz häufig und weit verbreitet von Gärten im Tiefland bis zu alpinen Matten. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–8 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Gewöhnliche Schmalbiene

Lasioglossum calceatum

Gewöhnliche Schmalbiene

Eine der häufigsten Schmalbienen Europas. Weibchen (7–9 mm) haben einen metallisch grünen Kopf und Thorax, schwarzen Hinterleib mit breiten weissen Haarbinden und rötlichbraune Hinterfüsse. Primitiv eusozial, polylektisch. In der Schweiz von Gärten im Tiefland bis in subalpine Lagen häufig. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Kupfer-Schmalbiene

Lasioglossum cupromicans

Kupfer-Schmalbiene

Eine mittelgrosse Schmalbiene (7–9 mm) mit auffällig kupferbronzenem Metallglanz auf Kopf und Thorax, der sie von häufigeren grünlichen Arten unterscheidet. Der Hinterleib ist schwarz mit schmalen weissen Haarbinden. Sie nistet einzeln im offenen Boden. In der Schweiz in warmen Trockenstandorten der Tieflagen. Rote Liste Schweiz: VU (verletzlich).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: April bis August Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Brüderliche Schmalbiene

Lasioglossum fratellum

Brüderliche Schmalbiene

Eine kleine Furchenbiene (6–8 mm) mit metallisch grünem bis bronzenem Kopf und Thorax und schwarzem Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden. Sie ist ein polylektischer Generalist, der Blüten aus mehreren Pflanzenfamilien besucht. Sie nistet vermutlich in selbstgegrabenen Gängen im offenen Boden. In der Schweiz in montanen bis alpinen Lagen der Alpen und des Jura in Wäldern, Waldrändern und Bergwiesen, mit Flugzeit von Mai bis September. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–8 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Braunfühler-Schmalbiene

Lasioglossum fulvicorne

Braunfühler-Schmalbiene

Eine kleine Furchenbiene (6–8 mm) mit metallisch grünem Kopf und Thorax und schwarzem Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden. Weibchen haben auffällig rötlich-braune Fühler (fulvicorne = rothörnig) und gelblich-braune Hinterschienen. Sie ist ein polylektischer Generalist. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in kahlen oder schütter bewachsenen Sand- oder Lehmböden, oft in kleinen Aggregationen an warmen, sonnigen Standorten. In der Schweiz vom Tiefland bis in montane Lagen in Trockenwiesen, Weinbergen, Ruderalflächen und Waldrändern verbreitet, mit Flugzeit von April bis September. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–8 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Glanz-Schmalbiene

Lasioglossum laeve

Glanz-Schmalbiene

Eine kleine, schlanke, glänzend schwarze Schmalbiene (6–8 mm) mit spärlichen weissen Haarbinden auf dem Hinterleib. Sie ist ein polylektischer Generalist an Korbblütlern, Doldenblütlern und Geissblattgewächsen. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in lückig bewachsenen Böden in Trockenwiesen und Ruderalflächen. In der Schweiz stark gefährdet (EN) an verstreuten Fundorten in warmen Tieflagen.

Größe: 6–8 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Selten
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Breitkopf-Schmalbiene

Lasioglossum laticeps

Breitkopf-Schmalbiene

Eine sehr kleine Schmalbiene (6–7 mm) mit schwarzem, nicht-metallischem Körper und einem charakteristisch breiten, kurzen Gesicht der Weibchen. Sie ist ein polylektischer Generalist und besucht Blüten aus mindestens 7 Pflanzenfamilien. Sie ist primitiv eusozial und bildet kleine jährliche Kolonien. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in lehmigen Böden, Rissen in Trockenmauern, Mörtelfugen und zwischen Gehwegplatten, oft in grossen Kolonien. In der Schweiz häufig und weit verbreitet vom Tiefland bis in montane Lagen in Weinbergen, Waldrändern, Wiesen, Ruderalflächen und Siedlungen. Brutparasit ist die Blutbiene Sphecodes ephippius. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–7 mm Flugzeit: März bis September Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Weissbinden-Schmalbiene

Lasioglossum leucozonium

Weissbinden-Schmalbiene

Eine mittelgrosse Furchenbiene (8–10 mm) mit metallisch blaugrünem Kopf und Thorax und einer auffällig breiten weissen Haarbinde auf dem ersten Tergit. Sie nistet einzeln in sandigen oder lehmigen Böden. In der Schweiz in warmen Trockenstandorten vom Tiefland bis in montane Lagen verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–10 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Malachit-Schmalbiene

Lasioglossum malachurum

Malachit-Schmalbiene

Eine kleine, primitiv eusoziale Schmalbiene (6–8 mm) mit metallisch grünem bis messingfarbenem Kopf und Thorax. Nistet in grossen Aggregationen in verdichteten Böden, oft mit Hunderten von Nestern in Wegen und Feldsäumen. In der Schweiz eine der häufigsten Schmalbienen in Agrarlandschaften des Tieflands. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–8 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Dunkelgrüne Schmalbiene

Lasioglossum morio

Dunkelgrüne Schmalbiene

Eine sehr kleine Furchenbiene (5–8 mm) mit einem charakteristischen dunkel metallisch grünen bis messingfarbenen Schimmer auf Kopf und Thorax und schwarzem Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden. Das Scutum ist dicht punktiert mit einer matten, mikrostrukturierten Oberfläche. Sie ist eine der häufigsten Halictidae Europas und besiedelt ein ausserordentlich breites Spektrum an Lebensräumen, von Gärten und Parks über Strassenböschungen bis zu Ruderalflächen. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen im offenen Boden, aber auch in Lehmwänden, Mörtelfugen und Fachwerkbauten, oft in kleinen Aggregationen. Sie ist polylektisch und besucht Blüten aus mindestens neun Pflanzenfamilien, darunter Asteraceae, Rosaceae, Ranunculaceae und Brassicaceae. In der Schweiz von 570 m bis 2200 m in den Alpen nachgewiesen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–8 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Sehr häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Acker-Schmalbiene

Lasioglossum pauxillum

Acker-Schmalbiene

Eine sehr kleine Furchenbiene mit metallisch grünlichem Schimmer auf Kopf und Thorax und schwarzem Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden. Sie ist primitiv eusozial und bildet kleine Kolonien in selbstgegrabenen Gängen in offenen Böden. In der Schweiz häufig und weit verbreitet in Gärten, Wiesen, Feldsäumen und Ruderalflächen vom Tiefland bis in montane Lagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5-7 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Langgesicht-Schmalbiene

Lasioglossum punctatissimum

Langgesicht-Schmalbiene

Eine sehr kleine Schmalbiene (5–6 mm) mit langem, schmalem Gesicht, schwarzem nicht-metallischem Körper und dicht punktierten Tergiten. Sie ist bivoltin mit zwei Generationen pro Jahr und fliegt von April bis September. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in vegetationsarmen Böden, oft in Steilwänden und Lösswänden. Sie ist breit polylektisch und besucht Rosaceae, Asteraceae und andere Familien. In der Schweiz in Weinbergen, Trockenwiesen und Ruderalflächen der warmen Tieflagen verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–6 mm Flugzeit: April bis September (bivoltin) Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Sechsstreifige Schmalbiene

Lasioglossum sexstrigatum

Sechsstreifige Schmalbiene

Eine sehr kleine Schmalbiene (5–6 mm) mit metallisch grünem Kopf und Thorax und sechs deutlichen schmalen weissen Haarbinden auf dem Hinterleib. Sie nistet einzeln im Boden, bevorzugt in sandigen Böden an warmen, sonnigen Standorten. In der Schweiz in Trockenwiesen, Sandgruben und Ruderalflächen verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 5–6 mm Flugzeit: April bis August Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Zottige Schmalbiene

Lasioglossum villosulum

Zottige Schmalbiene

Eine kleine Furchenbiene (6–7 mm) mit metallisch grünem Kopf und Thorax, schwarzem Hinterleib mit schmalen weissen Haarbinden (oft fehlend) und auffällig hellen Hinterschienen der Weibchen. Bivoltin mit Flugzeit von März bis Oktober. Sie nistet einzeln in selbstgegrabenen Gängen im offenen Boden, manchmal in kleinen Aggregationen. In der Schweiz häufig und weit verbreitet von Gärten des Tieflands bis in montane Lagen. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 6–7 mm Flugzeit: März bis Oktober (bivoltin) Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Gürtel-Schmalbiene

Lasioglossum zonulum

Gürtel-Schmalbiene

Eine relativ grosse Schmalbiene (8–10 mm) mit metallisch blaugrünem Kopf und Thorax und breiten, dichten weissen Haarbinden auf dem Hinterleib. Sie nistet einzeln im offenen Boden und ist polylektisch mit Vorliebe für Korbblütler. In der Schweiz in warmen Tieflagen, besonders im Wallis, Tessin und der Region Basel. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–10 mm Flugzeit: Mai bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Schwierig
Grosse Blutbiene

Sphecodes albilabris

Grosse Blutbiene

Die grösste Sphecodes-Art (11–14 mm), mit robustem schwarzem Körper, rotem Hinterleib (Färbung reicht bis zur Spitze) und dunkel getönten Flügeln. Männchen haben auffällige weisse Haare im unteren Gesichtsbereich. Sie ist ein Kleptoparasit von Colletes cunicularius. In der Schweiz in warmen Tieflagen mit Sandböden, besonders entlang von Flüssen und in Sandgruben. Weibchen fliegen von März bis August, Männchen von Juli bis Oktober. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 11–14 mm Flugzeit: März bis Oktober Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Glattkopf-Blutbiene

Sphecodes ephippius

Glattkopf-Blutbiene

Eine brutparasitische Blutbiene (7–9 mm) mit auffällig rotem Hinterleib und schwarzem Kopf und Thorax. Sie legt ihre Eier in die Nester verschiedener Lasioglossum- und Halictus-Arten, wo die Larve die Pollenvorräte des Wirts verzehrt. Das Weibchen fliegt von März bis September auf der Suche nach Wirtsnestern, die Männchen erscheinen von Juli bis Oktober. Sie ist in der Schweiz in vielen Lebensräumen von lichten Wäldern bis zu Wiesen verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 7–9 mm Flugzeit: März bis Oktober Häufigkeit: Häufig
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Dunkelgeflügelte Blutbiene

Sphecodes gibbus

Dunkelgeflügelte Blutbiene

Eine mittelgrosse Blutbiene (8–11 mm) mit schwarzem Kopf und Thorax, rotem Hinterleib und auffällig dunkel getönten Flügeln. Sie ist ein Kleptoparasit grösserer Halictus- und Lasioglossum-Arten, besonders Halictus rubicundus. In der Schweiz verbreitet in warmen, offenen Lebensräumen mit offenen Bodenstellen, vom Tiefland bis in montane Lagen. Weibchen fliegen von April bis September, Männchen von Juli bis September. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–11 mm Flugzeit: April bis September Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer
Perlschnur-Blutbiene

Sphecodes monilicornis

Perlschnur-Blutbiene

Eine mittelgrosse Kuckucksbiene (8–11 mm) mit schwarzem Kopf und Thorax, rotem Hinterleib (oft mit verdunkelten Tergiten) und einem charakteristisch kastenförmigen Kopf in der Aufsicht. Sie ist Kleptoparasit von grösseren Halictus-Arten, besonders Halictus rubicundus. In der Schweiz in warmen offenen Lebensräumen vom Tiefland bis in montane Lagen verbreitet. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).

Größe: 8–11 mm Flugzeit: März bis Oktober Häufigkeit: Gelegentlich
100% vollständig · Bestimmung: Mittelschwer