Foto: Michael Becker / CC BY-SA 3.0
Colletes daviesanus
Gemeine Seidenbiene
Eine mittelkleine Seidenbiene (7–9 mm) mit dichten bräunlichen Haaren auf dem Thorax, glänzend schwarzem Hinterleib mit breiten hellen Haarbinden und einer charakteristisch kurzen, zweilappigen Zunge. Das erste Tergit ist auffällig spärlich punktiert und glänzend — ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen gebänderten Colletes-Arten. Sie ist oligolektisch auf Korbblütler (Asteraceae) spezialisiert und sammelt Pollen fast ausschliesslich an Rainfarn (Tanacetum vulgare), Schafgarbe (Achillea millefolium), Margerite (Leucanthemum vulgare) und Kamillen. Sie nistet in grossen Aggregationen in senkrechten Erdwänden, weichen Sandsteinfelsen, Lösswänden und sogar in Mörtelfugen alter Gebäude, was ihr bei hohen Dichten den Ruf eines kleinen Gebäudeschädlings eingebracht hat. Als synanthrope Art hat sie sich gut an Siedlungsbereiche angepasst. In der Schweiz ist sie in Sandgruben, Steinbrüchen, Weinbergen, Ruderalflächen und Dörfern verbreitet und häufig. Die Kuckucksbiene Epeolus variegatus ist ihr Brutparasit. Die Flugzeit ist univoltin von Mitte Juni bis Ende August. Rote Liste Schweiz: NT (potenziell gefährdet).
Steckbrief
- Größe
- 7–9 mm
- Flugzeit
- Juni bis August
- Nistweise
- Boden
- Spezialisierung
- Asteraceae
- Häufigkeit
- Häufig
- Familie
- Colletidae
Externe Quellen
Diese Daten wurden mit nationalen Quellen abgeglichen:
Datenquelle & Urheberrecht
| Kategorie | Quelle / Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Foto | Michael Becker | CC BY-SA 3.0 |
| Taxonomie & Verbreitung | InfoFauna Schweiz | Öffentliche Daten |
| Globale Verbreitung | GBIF | CC BY 4.0 |