Foto: spacebirdy / CC BY-SA 3.0
Colletes cunicularius
Frühlings-Seidenbiene
Die am frühesten fliegende Colletes-Art Mitteleuropas, erscheint ab Ende Februar bis Mai. Weibchen und Männchen sind dicht mit goldbraunen Haaren auf Kopf, Thorax und Hinterleib bedeckt, was ihnen ein fuchsartiges, hummelähnliches Aussehen verleiht. Im Gegensatz zu anderen Colletes-Arten fehlen ihr deutliche helle Haarbinden auf dem Hinterleib. Die Zunge ist charakteristisch kurz und zweilappig. Sie nistet in grossen Kolonien in sandigen oder lockeren Böden und gräbt Gänge bis 30 cm Tiefe mit einem senkrechten Hauptgang und mehreren seitlichen Brutzellen. Sie ist streng oligolektisch auf Weidenpollen (Salix) spezialisiert, besucht aber zur Nektaraufnahme auch andere Blüten. Die Kuckucksbiene Sphecodes albilabris ist ihr spezifischer Brutparasit. Männchen bestäuben mehrere Ophrys-Orchideenarten durch sexuelle Täuschung. In der Schweiz in Sandgebieten, Kiesgruben und Flussufern verbreitet und auf der Roten Liste als nicht gefährdet (LC) eingestuft. Eine gut untersuchte Population befindet sich in der Nordschweiz.
Steckbrief
- Größe
- 11–14 mm
- Flugzeit
- Februar bis Mai
- Nistweise
- Boden
- Spezialisierung
- Willow/Salix
- Häufigkeit
- Häufig
- Familie
- Colletidae
Externe Quellen
Diese Daten wurden mit nationalen Quellen abgeglichen:
Datenquelle & Urheberrecht
| Kategorie | Quelle / Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Foto | spacebirdy | CC BY-SA 3.0 |
| Taxonomie & Verbreitung | InfoFauna Schweiz | Öffentliche Daten |
| Globale Verbreitung | GBIF | CC BY 4.0 |