Foto: Daniel Ballmer / CC BY-SA 4.0
Halictus scabiosae
Gelbbindige Furchenbiene
Eine mittelgrosse Furchenbiene (12–15 mm) mit charakteristischen ockergelben Haarbinden auf dem Hinterleib und einem auffälligen Filzhaarfleck an der Basis jedes Tergits. Kopf und Thorax tragen spärliche bräunliche Haare. Sie ist primitiv eusozial mit einem bemerkenswerten Lebenszyklus: Begattete Weibchen überwintern gemeinsam im Geburtsnest, und im Frühling wird ein dominantes Weibchen zur eierlegenden Königin, während die anderen als Hilfsweibchen die Brut versorgen. Vor dem Schlüpfen der ersten Arbeiterinnen vertreibt die Königin die Helferinnen, die dann eigene Nester graben oder Nester anderer Arten übernehmen, manchmal sogar bereits verproviantierte Zellen. Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen in vegetationsarmen, ebenen bis schwach geneigten Bodenstellen, oft in grossen Kolonien. Als polylektische Art sammelt sie an verschiedensten Blüten, bevorzugt jedoch Korbblütler (Asteraceae) wie Flockenblumen, Disteln und Wegwarten. In der Schweiz in allen Landesteilen verbreitet, besiedelt sie warme, trockene Lebensräume wie Ruderalflächen, Kiesgruben, Weinberge und Bahndämme und breitet sich durch die Klimaerwärmung weiter aus. Sie steht auf der Roten Liste der gefährdeten Bienen der Schweiz. Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet).
Steckbrief
- Größe
- 12–15 mm
- Flugzeit
- April bis September
- Nistweise
- Boden
- Spezialisierung
- Generalist
- Häufigkeit
- Gelegentlich
- Familie
- Halictidae
Externe Quellen
Diese Daten wurden mit nationalen Quellen abgeglichen:
Datenquelle & Urheberrecht
| Kategorie | Quelle / Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Foto | Daniel Ballmer | CC BY-SA 4.0 |
| Taxonomie & Verbreitung | InfoFauna Schweiz | Öffentliche Daten |
| Globale Verbreitung | GBIF | CC BY 4.0 |